SOFTWARE ZUR
APRS-POSITIONSDATENAUSWERTUNG AM POCKET-PC
.
Versionen zur
Kartenanzeige mithilfe der Programme
"OZI
EXPLORER CE" oder "TOMTOM-NAVIGATOR" ( auslaufend )
Stand: 4. März 2005
NEU
"APRS9DEC", die aktuelle Softwareversion mit weiteren neuen Features
Nach Beseitigung einiger Bugs ist seit dem 4. März 2005 eine korrigierte
und erweiterte
Version herunterladbar: http://www.kh-gps.de/aprs9dec.zip
( weitere Änderungen vorbehalten )
Screenprint der neusten Softwareversion von APRS9DEC
Hinzugekommen sind 4 kleine Fenster, die verschiedene Zählerstände
anzeigen. Während im obersten Zähler die Anzahl aller decodierten
APRS-Messages sichtbar ist, werden darunter nur diejenigen von Messages mit
darin enthaltenen Positionsdaten gezählt. Der dritte Counter wiederum
zählt nur die Anzahl der Messages von Stationen, die aus dem vom Anwender
festlegbaren Suchbereich stammen und deren Daten auch an das Kartenprogramm
"OziExplorerCE" weitergeleitet wurden. Mit dem Zähler 4 kann die Anzahl
der vom Selektiv-Rufzeichen stammenden Aussendungen mit Navigationsdateninhalt
ermittelt werden.
New Beta versions for PocketPC decoding APRS AX.25 data and
Plot stations with
using OziExplorerCE ( or TomTom-Navigator
)
"APRS9DEC"
Decodiersoftware zur Verwendung mit dem Kartenprogramm"OziExplorerCE"
Das Angebot an APRS-Software zur
Nutzung mit Pocket-PC's ist sehr begrenzt. Das bekannte Programm
"APRS/CE" gestattet zwar den
Sende- und Empfangsbetrieb, Probleme gibt es aber hinsichtlich der
Verfügbarkeit geeigneten Kartenmaterials. Somit weckte
es mein Interesse, als ich vor einiger Zeit von einem SDK-Tool
des niederländischen Programmherstellers TOMTOM hörte. Mit seiner Hilfe
sollte die Erstellung von Software möglich sein, die auch eine
Übergabe der aktuellen Positionsdaten an das von der gleichen
Firma stammende weit verbreitete MAP-Programm "TOMTOM-NAVIGATOR"
erlauben würde. Die hierbei verwendeten Detailkarten von Europa
und auch den USA sollten sich entsprechend der übergebenen Navigationsdaten
zentrieren lassen. Die Idee bestand nun darin, dieses strassengenaue
TOMTOM-Material auch zur Anzeige empfangener APRS-Positionsdaten
zu nutzen. Das daraufhin entstandene Programm "APRSDEC1"
( welches nicht weiter gepflegt wird ) decodiert APRS-Daten,
wie sie z.B. auf der Frequenz 144.800 MHz empfangen werden
können. Zum Betrieb ist der serielle Eingang des Pocket-PC's
mit dem TNC-Datenausgang von Geräten wie z.B. Kenwood TH-D7
oder TM-D700 zu verbinden. Grundsätzlich sollte das Programm
aber auch mit anderen TNC's funktionieren. Wichtig ist allerdings,
dass sie eine serielle 9600bps-Datenschnittstelle besitzen, die
ausgegebenen Protokolle ein ">" im Anschluss an das Absender-Call
verwenden und ein Doppelpunkt vor den ausgegebenen Messageinformationen
zu finden ist.
Manchmal entwickeln
sich Dinge sehr dynamisch. Noch während der Beschäftigung
mit "APRSDEC1" entstand die Idee, auch andere gängige
MAP-Programme auf ihre Nutzbarkeit zur APRS-Positionsdarstellung
abzuklopfen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass auch die Verwendbarkeit
des Programmes "Ozi Explorer
CE" möglich sein sollte. Gesagt, getan, wurde "APRSDEC1"
entsprechend modifiziert und es entstand die Version: "APRS9DEC".
Im Vergleich zur TomTom-Variante ergeben
sich hierbei viele Vor-, aber auch einige Nachteile: Ein wichtiger Vorteil
ist, dass die Programminstallation wesentlich einfacher ist. Das hängt
damit zusammen, dass auf dem Pocket-PC keine zusätzlichen Dateien
installiert werden müssen. Ein weiterer Vorteil ist weiterhin
die Fähigkeit zur Multi-Objekt-Darstellung. Damit können
auf dem PDA-Display bis zu 250 Stationsmarken mit Rufzeichenbeschriftung
dargestellt werden. Das sollte bei dem kleinen Format mehr als
ausreichend sein.
Die Übergabe der Navigationsdaten an das MAP-Programm
"OziCE" erfolgt automatisch. Damit entfällt auch die Notwendigkeit
für eine gesonderte Übergabetaste.
Zur Beobachtung des Stationsgeschehens kann man bei der Kartendarstellung
bleiben und hat dabei eine echte Moving-MAP-Funktion.
Auf Wunsch
kann die aktuelle Karte zusätzlich auch bei Eintreffen neuer
Stationsdaten entsprechend der darin enthaltenen Navigationsdaten
zentriert werden.
Einen gewissen
Nachteil stellt die Tatsache dar, dass man sich um die Karten
und ihre Kalibrierung selbst kümmern muss. Dafür kann man
aber speziell interessierende Teilbereiche durch Einbindung
entsprechend detaillierten Kartenmaterials (
z.B. von TOP50 ) besonders
komfortabel erfassen.
Auf dieser Seite sollen beide Software-Decoderversionen
näher beschrieben werden. Während "APRSDEC1" nur
zu starten ist, wenn auf dem gleichen PDA auch der TomTomNavigator
installiert ist, arbeitet die OziExplorerCE-Version "APRS9DEC" als
Nur-Textdecoder auch ohne vorhandenes Map-Programm.
....
....
Screenprints bei Nutzung von "Ozi Explorer
CE"
Startfenster von "APRS9DEC" ( Ozi-Explorer-CE-Version
) mit
Bedien- und Anzeigefunktionen
Das Programm kann Daten decodieren, die über eine
serielle Schnittstelle eintreffen. Die verwendete n Schnittstellenparameter
sind 9600bps,8,N,1. Dabei muss allerdings sichergestellt sein, daß
der COM-Port nicht noch von anderen geöffneten Programmen blockiert
ist. Bei Bedarf kann über Taste [22] auch ein anderer als
der Default-COM-Port COM1 angewählt werden. Er wird in [19] angezeigt.
Eintreffende Daten werden kurzzeitig im [1] dargestellt.
Einwandfrei decodierte Rufzeichen erscheinen unabhängig vom Inhalt
der gesamten Message in [5]. Werden Protokolle empfangen, die einem
der üblichen APRS-Formate entsprechen und sind darin gültige
Navigationsdaten enthalten, so werden diese einschliesslich des Absender-Calls
in den Feldern [8-10] dargestellt. Eventuell auch übertragene Informationen
über Bewegungsgeschwindigkeit und -richtung erscheinen in Feld
[11]. Die Taste "INTERN"[12] steht für "International". Während
die Dezimalstellen von numerischen Werten bei der deutschsprachigen
Version des PDA-Betriebssystems mit Kommata abgetrennt werden,
wird international eine Abtrennung über Punkte verwendet. Zur Abdeckung
der sich daraus bei mathematischen Berechnungen ergebenden Unterschiede
ist diese Funktion bei Verwendung einer internationalen Version des
Microsoft-Betriebssystems ( oder bei entsprechender Ländereinstellung
der deutschsprachigen Version ) zu aktivieren. Zusätzlich wird dadurch
auch eine Ausgabe eventuell empfangener Werte für Bewegungsgeschwindigkeiten
"Knoten" anstelle von "Km/h" bewirkt.
Ist diese Funktion aktiviert, so wird das kleine Feld rechts neben
der Taste in grüner Farbe dargestellt. Durch nochmaliges Klicken
kann ein Zurückschalten bewirkt werden. Der gewählte Modus
wird bei Verlassen des Programmes gespeichert.
Während die in den empfangenen Messages ggf. enthaltenen
Zusatztexte in [14] erscheinen, stellt [18] die Position der Gegenstation
im Maidenhead-Format dar.
Der Programmablauf kann bei Bedarf über die Tasten
[15] gestoppt und wieder gestartet werden. Diese Funktion kann z.B. nützlich
sein, wenn sich der Decoder einmal "aufhängen" sollte. Man erkennt
das daran, daß in [1] ständig Daten sichtbar bleiben und
nicht wie sonst üblich, sofort nach ihrem Eintreffen wieder automatisch
gelöscht werden.
Durch Anklicken der Taste "SEL-DECOD" [7] kann bewirkt werden,
daß nur noch die APRS-Messages decodiert werden, die von dem in
[6] stehenden Rufzeichen versandt wurden. Das dort angezeigte Call kann
dabei nach eigenen Wünschen auch beliebig überschrieben werden.
Die Funktion wird durch nochmaliges Betätigen von "SEL-DECOD" wieder
deaktiviert. Im aktiven Zustand wird das kleine Fenster recht neben der Taste
grün leuchten. Rufzeichen und Betriebsmodus werden beim Verlassen des
Programmes gespeichert.
Über die Taste "NO AUTO OFF" [17] kann die automatische
Abschaltung des Pocket-PC's bei Batteriebetrieb unterdrückt werden.
Dabei ist allerdings darauf zu achten, daß keine Tiefentladung
des internen Akkus stattfindet und dadurch ggf. Daten verlorengehen. Auch
diese Taste hat Toggle-Funktion ( Zustandsänderung bei jeder Tastenbetätigung
) und es wird die schon bekannte Methode der Statusanzeige ( hier: Aktiv
= Rot ) verwendet. Der jeweils gewählte Zustand steht bei Neustart des
Programmes wieder zur Verfügung.
Die Taste "RESET TNC" [20] ) bewirkt, das der TNC eines ggf. angeschlossenen
KENWOOD-Geräten zurückgesetzt bzw. neu gestartet wird.
Falls installiert und vorher gestartet, werden empfangene und
angezeigte Positionsdaten auch automatisch zum Kartenprogramm "OziExplorerCE"
übertragen und erscheinen dort als Standortmarke incl. Rufzeichen
auf der Karte. Durch Anklicken der Taste "MAP CENTER" [21] kann
erreicht werden, daß die Karte dabei auch entsprechend der
jeweils zuletzt übermittelten Positionsdaten zentriert wird. Nochmaliges
Klicken deaktiviert diese Funktion wieder. Im aktiven Zustand wird das Feld
neben der Taste grün leuchten. Auch hier findet eine Zustandsspeicherung
bei Beendigung des Programmes statt.
Zur Kartenanzeige werden nur solche Positionsdaten herangezogen,
die ihren Ursprung in einem Gebiet haben, daß durch den in
[2] angezeigten Radius und die in [3] und [4] zu findenden
Daten für den geogr. Breiten- und Längengrad des Mittelpunktes
festgelegt ist. Liegt die Distanz zu einer empfangenen Station dabei
unter dem in [2] stehenden Wert, so so wird der Hintergrund in grüner
Farbe erscheinen. Anderenfalls erfolgt die Darstellung mit rotem Hintergrund.
Radius- und Mittelpunktswerte können mit eigenen Daten überschrieben
werden und bleiben auch beim Verlassen des Programmes erhalten. In
Feld [13] wird angezeigt, welche Distanz und welcher Kurs vom
gewählten Mittelpunkt zum Standort einer empfangenen Gegenstation
errechnet wurde.
Zum Wechsel in die OziCE-Kartendarstellung ist die Taste [23]
zu betätigen. Ein Rücksprung nach "APRS9DEC" kann über
die X-Taste in der rechten oberen Ecke des OziCE-Fensters erfolgen.
Mithilfe der Taste "ERASE MAP POSIT" [16] können alle Standortmarken
auf der Karte gelöscht werden.
Die Taste [24] erlaubt eine Copyright- und Versionsabfrage.
Mithilfe der Taste [25] kann der Empfang einer APRS-Testmessage simuliert
werden. Sie wird in Feld [1] angezeigt und arbeitet mit den Daten aus den
Feldern [3],[4] und [6]. Das dabei benutzte APRS-Symbol kann in Feld
[26] eingegeben werden und wird auch beim Verlassen des Programmes gespeichert.
Leider gestattet die verwendete OziCE-API allerdings nicht die Decodierung
aller grundsätzlich möglichen APRS-Symbole.
Hier noch einmal eine Zusammenfassung der einzelnen
Bildschirmfelder und ihrer Nutzung:
Feld
Funktion
1 Anzeige ankommender Rohdaten
( nur kurzzeitig )
2 Radius des Bereiches aus dem empfangene Stationsdaten
an OziCE weitergeleitet werden ( E,SP )
3 Breitengrad des Bereichsmittelpunktes (
E,SP )
4 Längengrad des Bereichsmittelpunktes ( E,SP
)
5 Anzeige des Rufzeichens aus zuletzt empfangenem UI-File
( das kann z.B. auch das in einer
Aussendung ohne decodierbare Navigationsdaten
enthaltene Rufzeichen sein ).
6 Bei Selektivdecodierung verwendetes Rufzeichen
( E,SP )
7 Toggle-Taste "SEL-DECOD" zum Ein/Ausschalten
des Selektiv-Modus ( E,SP )
8 Ausgabefeld mit Rufzeichen des Absenders
9 Ausgabefeld mit Breitengraddaten des Absenders
10 Ausgabefeld mit Längengraddaten des Absenders
11 Ausgabefeld für Bewegungsgeschwindigkeit und
-richtung ( wenn übertragen )
12 Toggle-Taste "INTERN" zum Ein/Ausschalten des internationalen
Modes ( E,SP )
( siehe auch Text )
13 Ausgabefeld für Distanz und Richtung zu empfangenen
Stationen ( in Bezug auf die in 3-4
stehenden Positionsdaten ).
14 Ausgabefeld für eventuell übertragenen Zusatztextinformationen
15 Tasten "START" und "STOP" zur kurzzeitigen Auslösung
einer Dateneinlese-Stopp-
und -Startfunktion ( E ) . ( Nutzung z.B.
bei "Aufhängung" des Decoders )
16 Taste "ERASE MAP POSIT" zum Löschen aller Positionsmarken
auf der OziCE-Karte ( E ).
17 Toggle-Taste "NO AUTO MAP" zur Deaktivierung/Aktivierung
der automatischen
PDA-Abschaltung bei Batteriebetrieb (
E,SP )
18 Ausgabefeld für "Maidenhead-Locator" empfangener Stationen
19 Anzeige des gewählten COM-Ports ( Default = COM1 )
20 Taste "RESET" kann ein TNC-Reset bei angeschlossenem
TH-D7- oder TM-D700-Gerät
bewirken
21 Toggle-Taste "MAP CENTER" zum Ein/Ausschalten der
automatischen Zentrierung
der OziCE-Karte gemäss ankommender
Navigationsdaten ( E,SP )
22 Auswahltaste "COM" zur Anwahl eines anderen als des Default-COM-Ports
( E )
23 Eingabetaste zum Wechsel auf das Programm "OziExplorerCE"
( E )
24 Eingabetaste zur Versions- und Copyrightabfrage ( E )
25 Toggle-Taste "T" ( Test ) zur Ausgabe von Testdaten
zur Decoderkontrolle ( E )
26 APRS-Symbol ( E ) mit nur begrenzter Auswertmöglichkeit
durch OziCE.
|
Verwendete Abkürzungen:
"E" = Eingabemöglichkeit
"SP" = automatische Speicherung beim Beenden des Programmes
|
TIPP:
Einige Hilfestellungen zur Erzeugung und Kalibration von
OziCE-Karten findet man hier: http://www.kh-gps.de/ozicecal.htm
"APRSDEC1"
Software zur Verwendung mit dem TomTomNavigator
Anm: Diese Version wird nicht weiter gepflegt
Das Programm "APRSDEC1"
decodiert APRS-Daten, wie sie z.B. auf der Frequenz 144.800
MHz empfangen werden können. Zum Betrieb ist der serielle
Eingang des Pocket-PC's mit dem TNC-Datenausgang von Geräten
wie z.B. Kenwood TH-D7 oder TM-D700 zu verbinden. Grundsätzlich
sollte das Programm aber auch mit anderen TNC's funktionieren.
Wichtig ist allerdings, dass sie eine serielle 9600bps-Datenschnittstelle
besitzen, die ausgegebenen Protokolle ein ">" im Anschluss
an das Absender-Call verwenden und ein Doppelpunkt vor den ausgegebenen
Messageinformationen zu finden ist.
Das Programm decodiert alle
im Standard-APRS- oder MIC-E-Format zur Verfügung
gestellten Daten. Damit könnten z.B. sowohl die von der
standardmässig benutzten Software "UI-VIEW" oder "WIN-APRS",
als auch die von den Kenwood-Geräten oder dem "TinyTrak" stammenden
Signale verarbeitet werden.
In den Protokollen enthaltene Daten
von Absender-Call, Längen- und Breitengrad,
sowie ggf. Kurs und Bewegungsgeschwindigkeit
erscheinen auf den Display des Pocket-PC in Grossdarstellung.
Dazu kommt noch die Ausgabe eventuell vorhandener Zusatztexte.
Während im Standard-Mode ALLE
eintreffenden Daten mit APRS-Positionsdateninhalt decodiert
werden, besteht auch noch die Möglichkeit der Verarbeitung
von Protokollen NUR eines bestimmten Absenders. Das dafür
benutzte Selektiv-Rufzeichen kann vom Anwender selbst eingegeben
werden. Bei Anwahl dieser Betriebsart erfolgt eine Decodierung
eintreffender Messages nur, wenn Absender-Call und eingegebenes
Rufzeichen identisch sind. Das Programm signalisiert eine Rufzeichenübereinstimmung
generell durch Ausgabe einer akustischen Meldung.
Per Tastendruck kann ein auf dem gleichen
PDA installiertes Programm "TOMTOM-Navigator" ( ab Version
1.5 ) aufgerufen werden. Dabei erfolgt eine Kartenzentrierung
entsprechend der vom Programm "APRSDEC1" gelieferten Längen-
und Breitengradwerte. Unter der Voraussetzung des Vorhandenseins
der jeweiligen Länderkarten, ist auf diese Weise mit nur
wenigen Handgriffen eine europaweite und bis auf Strassenniveau
herabreichende Standortermittlung von APRS-Stationen möglich.
* Werden
der Software "TOMTOM-Navigator" keine direkt von einem GPS-Empfänger
stammenden gültigen Navigationsdaten zugeführt, so
erscheint im Kartenfenster die Meldung: "GPS-Position
unzuverlässig". Bezüglich
der ausgewerteten APRS -Decoderdaten
ist diese Anzeige jedoch ohne Belang.
Programmfunktionen
von "APRSDEC1"
Die Abbildung zeigt das
Fenster des Programmes "APRSDEC1". Im oberen Feld
werden für kurze Zeit alle empfangenen Rohdaten angezeigt.
Es dient hauptsächlich zur Überwachung der Kommunikation
mit dem TNC. Das jeweils letzte erkannte Absender-Call wir
im darunterliegenden linken Textfeld dargestellt. Rechts
daneben steht das für die Selektiv-Erkennung verwendete
Call. Im Default-Zustand erscheint hier mein Rufzeichen "DJ7OO",
welches aber auch mit jedem beliebigen anderen überschrieben
werden kann. Bei Übereinstimmung beider in dieser Zeile dargestellten
Calls, ertönt ein kurzer Signalton.
Über ein Häkchen am rechten
Zeilenrand kann bewirkt werden, dass eine Decodierung von
Positionsdaten NUR bei bei
Übereinstimmung beider Rufzeichen erfolgt.
Zu den Inhalten der folgenden Zeilen
ist nicht viel zu sagen. Sind keine Werte für Bewegungsgeschwindigkeit
( SPD = Speed ) und der Bewegungsrichtung ( CRS = Kurs ) verfügbar
oder werden hier nur Nullwerte erkannt, so wird ihre Anzeige ggf.
unterdrückt. Über einen Haken am rechten Rand der
Speed-Zeile kann auf Ausgabe der Geschwindigkeitswerte in KNOTEN
umgeschaltet werden.
Das unterhalb von CRS befindliche Feld
zeigt die ggf. in Protokollen enthaltenen Zusatzinformationen.
Mithilfe der Tasten "START"
und "STOP" kann die Positionsdatendecodierung
bei Bedarf zeitweilig unterbrochen werden. Soll z.B. verhindert
werden, dass angezeigte Positionsdaten nicht schon bereits vor
einer Betätigung der Taste "CENTER MAP" wieder
durch neu eintreffende Protokolle überschrieben werden, so
kann ein kurzzeitiges Unterbrechen des Decodiervorgangs sinnvoll
sein.
Durch
Betätigung der Taste "CENTER MAP" erfolgt
ein Aufruf des Programmes
"TOMTOM-Navigator" mit Übergabe der angezeigten Positionsdaten.
Falls das Programm noch nicht gestartet war, erscheint für
kurze Zeit die bekannte "Eieruhr". Ist eine zu den Standortangaben
passende Karte vorhanden, so wird diese im Programm NAVIGATOR entsprechend
der zugeführten Navigationsdaten zentriert dargestellt.
Dabei wird die Kartenmitte durch eine blinkende Marke gekennzeichnet.
Der Kartenausschnitt erscheint zuerst immer in der Stufe mit
grösstmöglicher Detaildarstellung, kann aber anschliessend
mit dem Zoom-Schieber am rechten Bildrand beliebig verändert
werden.
Eine Rückkehr zum Programm "APRSDEC1"
kann durch Betätigung des Knopfes in der rechten oberen
Ecke des Navigator-Fensters erfolgen.
Zu den Bedienfunktionen am unteren Bildrand:
Über die mit "R" bezeichnete
Taste kann der TNC eines angeschlossenen ( Kenwood-)
Gerätes bei Bedarf zurückgesetzt werden ( RESET-Befehl
).
Eine Aktivierung des Hakens rechts daneben
blockiert die Abschaltautomatik des Pocket-PC's bei Akkubetrieb.
Damit wird verhindert, dass sich der PDA selbständig ausschaltet,
wenn der Touch-Screen für einige Zeit nicht berührt wurde.
Da die Automatik aber einen wirksamen Schutz gegen Tiefentladung
des geräteinternen Akkus bewirkt und die Gefahr eines totalen Datenverlustes
dadurch deutlich verringert wird, ist es ratsam, die Sperrung dieser
Funktion nur sehr vorsichtig zu nutzen. Um ggf. auf angezeigte Batterie-Alarmmeldungen
reagieren zu können, ist es sinnvoll, das Display des PDA's dabei
im Blick zu behalten.
Über die Tasten "SDK" und
"TTN" können die Software-Versionen des
verwendeten TOMTOM-SDK und der TOMTOM-Navigator-Software bei Bedarf
abgefragt werden. Die Ergebnisse werden im Textfeld rechts neben
den Tasten angezeigt.
Von Werner, OE9FWV
stammt noch folgender Tipp:
Die Mittelpunkte
zentrierter Karten lassen sich sehr leicht auch als POI (
POINT OF INTEREST ) abspeichern. Wenn mit dem Stift für
einige Sekunden auf den Kartenmittelpunkt gedrückt wird,
öffnet sich ein Menü, in dem sich auch ein Punkt zur Festlegung
von POI's findet. Auf diese Weise kann man sich sehr leicht
eine kleine Datenbank mit den Positionsdaten der wichtigsten Stationen
erzeugen.
Verfügbarkeit der Programme
"APRS9DEC" und "APRSDEC1"
Die Programme
befinden sich im Beta-Status und können von meiner Homepage heruntergeladen
werden. Sie sind für nichtkommerzielle Nutzung frei verfügbar.
Wer mir unbedingt eine "kleine Spende" zukommen lassen will, den werde
ich daran nicht hindern!! PayPal ist z.B. ein guter Weg für
Überweisungen an eine beliebige E-Mail-Adresse.
APRS9DEC.ZIP ( Download der neusten Version zur Verwendung
als Nur-Textdecoder oder in Verbindung mit OziExplorerCE
)
APRSDEC1.ZIP ( Download der
Version zur Verwendung mit TomTomNavigator ) Dieses
Programm wird voraussichtlich nicht weiter gepflegt.
Informationen zur Programminstallation
Die Programme wurden in "Embedded Visual Basic"
( 2000er Version ) geschrieben und sollte damit unter allen WIN-CE-Versionen
ab 3.0 laufen. Um es auch mit dem aktuellen Betriebssystem
"Windows Mobile 2003" betreiben zu können,
muss allerdings noch die zugehörige Runtime-Bibliothek: "msvbppc.armv4.cab"
heruntergeladen und zum Pocket-PC übertragen werden. Microsoft
spielt dabei allerdings zur Zeit etwas Katz und Maus mit der zugehörigen
URL. Die Adresse hatte sich in letzter Zeit häufig geändert
und musste daher ständig neu gesucht werden. So scheint auch
die hier zuletzt genannte URL: http://msdn.microsoft.com/mobility/prodtechinfo/platforms/windowsmobile/downloads/evb_eula.aspx
inzwischen schon wieder nicht mehr zu funktionieren. Erfolgreich
war dagegen ( am 26. 8. 2004 ) noch ein Aufruf von: http://msdn.microsoft.com/mobility/windowsmobile/downloads/evb.aspx
Ansonsten erbrachte auch eine GOOGLE-Suche mit den Begriffen
"DOWNLOAD" und "msvbppc.armv4.cab" mehrere verwertbare
Treffer.
Für den Betrieb mit Pocket-PC's, die noch
das ältere Betriebssystem "Windows CE 2002" ( und ggf. auch dessen
Vorgänger? ) benutzen, ist eine Installation der genannten Datei
nicht erforderlich, da die benötigten Bibliotheken hierbei entweder
schon zum Programmumfang gehören, oder in den downloadbaren Programmfiles
enthalten sind. .
Ist im Zuge der Installation bei einzelnen
Dateien eine Entscheidung zwischen Versionen mit unterschiedlichem
Erstellungstermin zu treffen, so sollte man sich immer für die
aktuelleren Files entscheiden.
Nur für "APRSDEC1" ( Version
für TomTomNavigator ):
Zur Verknüpfung der TomTom-Map-Software mit dem Decoder-Programm
muss einmalig ein TTN-SETUP durchgeführt werden. Der erste
Beta-Tester Werner, OE9FWV beschreibt die Vorgehensweise so:
Die ZIP-Datei muss man zuerst auspacken
und z.B. in einem Temp-Verzeichnis ablegen. Auf diese Weise
erhält man ein Verzeichnis "TOMTOM-Setup" und kann darin
"SETUP.EXE" starten.
In dem sich öffnenden Fenster
ist die gewünschte Sprache auszuwählen und der Pfeil
nach rechts zu drücken. Um den Lizenzbedingungen zuzustimmen,
ist die Box anzuklicken. Weiter geht es wieder mit den Pfeil nach
rechts.
Nach Anwahl von "TOMTOM-Navigator SDK" (
im grauen Fenster ) ist erneut mit den Pfeil nach rechts fortzufahren.
Nun wird ActiveSync gestartet und die Frage
nach dem Installationsverzeichnis mit "OK" beantwortet.
Im Anschluss daran sollte die Installation
auf dem PPC ablaufen. Nach ihrer Beendigung ist der Vorgang
durch Anklicken des Pfeils nach rechts zu beenden.
Die benötigte Setup-Datei "tt-setup.zip"
kann hier heruntergeladen werden.
Verbindung zwischen TNC und Pocket-PC
am Beispiel von HP "IPAQ H2210" und Kennwood "TH-D7"
|
Leider ist es nicht länger selbstverständlich, dass
alle angebotenen Pocket-PC's auch noch mit einer
seriellen Schnittstelle ausgestattet sind. Um das
genannte Programm betreiben zu können ist das jedoch
erforderlich. VOR dem Kauf eines neuen PDA's sollte man
sich also entsprechend informieren. Grundsätzlich
ist zwar z.B. auch eine Zusammenschaltung von Pocket-PC und
TNC über IrDA oder BLUETOOTH denkbar, aber hierfür
gibt es derzeit m.W. noch keine einfachen Lösungen.
|
Da die beschriebenen Programme nur am Pocket-PC ANKOMMENDE Daten
verarbeitet, reicht grundsätzlich eine zweiadrige
Verbindung zwischen beiden Geräten. Dennoch ist
es empfehlenswert ( z.B. zur Nutzung des Programmes "APRS/CE"
), auch die umgekehrte Datenrichtung vom PDA in Richtung
TNC zu beschalten.
Zur Verbindung beider
Geräte kann ein für den jeweiligen PDA-Typ
passendes serielles Datenkabel verwendet werden. Entsprechende
Kabel sind hautsächlich zur Verbindung des Pocket-PC's
mit dem COM-Port eines PC's gedacht und dafür mit einer
9 pol. Sub-D-Buchse ausgestattet. Sie sind für die meisten
Gerätetypen preiswert erhältlich. Die in Richtung
PDA zu führenden Daten müssen an Pin3 der Buchse anliegen.
Umgekehrt stehen die vom PDA kommenden Signale an Pin2 zur Verfügung.
Pin5 ist die gemeinsame Masse.
Die weitere Verbindung
mit dem TNC kann über einen passenden 9pol.
Sub-D-Stecker erfolgen. Dabei ist Pin2 mit dem Dateneingang
( mittlerer Ring ) und Pin 3 mit dem Datenausgang ( Tip )
des 2.5mm-Stereo-Klinkensteckers zu verbinden. Die Masseleitung
ist an den inneren Ring des Steckers zu legen.
Wer es sich zutraut, kann
dem Umweg über die Sub-D-Steckverbindung auch
vermeiden und sich ein Direktkabel herstellen. Dazu ist
ein für die meisten Pocket-PC-Typen auch einzeln erhältlicher
Gerätestecker erforderlich. Bei neueren IPAQ's
, wie z.B. dem H2210 ist der Stecker 22 polig. Dabei müssen
serielle Daten über Pin7 zugeführt werden, während
abgehende Daten an 8 anliegen. Gemeinsame Masse sind die Pins
10, 15 und 22. Der Vorteil dieser Lösung besteht noch
darin, dass über die Pins 1-4 auch sehr einfach noch eine
exterene 5V-Energieversorgung des Pocket-PC's realisiert werden kann.
Informationen zu den Schnittstellen
der Pocket-PC's von HEWLETT PACKARD findet man auch
hier : http://www.svenketel.de
Ein
einfacher APRS-Datendecoder
zur Verwendung mit z.B. Pocket-PC's
Während
man zur Decodierung von APRS-Daten am PC inzwischen überwiegend
Softwarelösungen ( wie AGWPE ) bevorzugt, scheidet diese Möglichkeit
bei der PDA-Nutzung ( vorerst? ) aus. Mangels vorhandener Soundkartenfunktionen
ist bei Pocket-PC's leider keine direkte Tonauswertung möglich.
Somit bleibt nur die Verwendung von Geräten mit integrierter TNC-Funktion
oder eine Lösung mit externer Einheit.
Den Programmen "APRSDEC1" oder auch "APRS9DEC" kann
man die von Transceivern wie dem TH-D7 bereitgestellten Daten direkt zuführen
und hat damit ein sehr einfaches kompaktes Miniatur-APRS-Decodersystem.
Sicherlich ist es aber interessant, wenn anstelle des
Kenwood-Gerätes auch andere , ggf. preiswerter erhältliche
Einheiten ( z.B. andere Amateurfunkgeräte,
LPD-Transceiver oder Funkscanner ), verwendet werden können. In
diesen Fällen ist aber eine externe Einheit zur Decodierung der APRS-Daten
erforderlich. Dabei ist die Verwendung eines kompletten TNC's
nicht zwingend erforderlich, sondern es reicht auch eine minimierte
Microcontollerlösung zur Auswertung von UI-Files.
Der so entstandene Decoder kommt mit verhältnismässig
wenigen Bauteilen aus und verwendet eine von Mike Berg,
N0QBH stammende frei verfügbare Software. Er verarbeitet
die üblicherweise am Hörerausgang von Empfängern zur Verfügung
stehenden AFSK-Tonsignale und liefert serielle APRS-Daten mit 9600bps.
Diese Signale müssen dem seriellen Dateneingang ( COM1 )
des auswertenden Pocket-PC's zugeführt werden.
Die für RS.232-Pegelwerte
erforderliche Negativspannung wird der Datenausgangsleitung
des angeschlossenen Gerätes entnommen. In den meisten
Fällen kann man darauf allerdings auch verzichten und
stattdessen nur mit TTL-Ausgangspegeln arbeiten. Dabei entfallen
dann die Bauteile D2, R13 und anstelle von C11 muss eine Drahtbrücke
eingefügt werden..
Schaltbild des Simple-APRS-Decoders
U1
|
FX614 or MX614
(CML)
|
R10
|
10k
|
U2
|
PIC 16F627
( programmed )
|
R11
|
1k
|
U3
|
78L05 ( 5V
Regulator )
|
R12
|
4K7
|
D1,D2
|
1N4148
|
R13
|
1k
|
| Led1,Led2 |
|
C1
|
0.1uF
|
Tr1
|
BC557B or PNP
Standard-Type |
C2
|
0.1uF
|
X1
|
3.579 MHz
|
C3
|
33p
|
R1
|
100k
|
C4
|
33p
|
R2
|
100k
|
C5
|
33p
|
R3
|
10k
|
C6
|
10uF 16V
|
R4
|
10k
|
C7
|
0.1uF
|
R5
|
1k
|
C8
|
0.1uF
|
R6
|
1k
|
C9
|
10uF 16V
|
R7
|
10k
|
C10
|
0.1uF
|
R8
|
10k
|
C11
|
10uF 16V
|
R9
|
10k
|
|
|
Bauteileliste
Platinenlayout
( Leider wurden der von
"U1" Pin 9 gegen Masse zu beschaltende Kondensator und die Verbindung
von "U2", Pin 14 nach +5V [ z.B. zum Emitter von Tr1 ] bei dieser Platinenversion
vergessen )
PS: Leider wurde der hier verwendete CML-Baustein "FX614P3"
( USA: MX614 ) inzwischen abgekündigt. Damit dürfte
seine Beschaffung immer schwieriger werden. Mein langjähriger
Lieferant kann ihn jedenfalls schon nicht mehr liefern. Es
ereilt ihn also ein Schicksal, das an den unvergessenen "TCM3105"
erinnert. Die Auswahl an geeigneten IC's zur FSK-Demodulation
scheint also knapp zu werden. Noch verfügbar ist offensichtlich
der EXAR "XR2211". Im Vergleich zu den ausgelaufenen Typen
ergibt sich hier allerdings der Umstand, dass die Decodermittenfrequenz
mithilfe eines Potentiometers abzugleichen ist. Wer sich dafür
interessiert, dem kann ich das Schaltbild einer entsprechenden Decoder-Variante
zusenden.
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