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APRS MIT
BLUETOOTH-GPS-MÄUSEN
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Version vom 5. September 2007
Kenwood-TH-D7 mit Bluetooth-GPS-Maus
und Musteraufbau der BT-Adapteranordnung gem. Schaltbild Abb. 3
Vorbei
sind die Zeiten, in denen die gute alte RS232-Schnittstelle noch das
Maß der Dinge bei der Zusammenschaltung von Datengeräten
war. Ob Laptop, PDA oder Handy, kaum ein modernes Gerät ist noch
mit klassischen seriellen Schnittstellen ausgestattet.
Stattdessen wurden sie inzwischen häufig durch IrDA-, USB- oder
Bluetoothlösungen ersetzt. Für den Elektroniker können
sich dadurch erhebliche Probleme bei der Zusammenschaltung von
Geräten ergeben. Das gilt z.B. auch für GPS-Mäuse, bei denen sich
inzwischen Versionen mit Bluetooth-Schnittstelle
weitgehend durchgesetzt haben. Über serielles Datenkabel
anschliessbare
Modelle sind dagegen kaum noch am Markt verfügbar. Sollen die von
den
Bluetooth-Mäusen bereitgestellten
Navigationsdaten dennoch mithilfe von Geräten ( oder auch
Mikrokontrolleranordnungen ) ausgewertet
werden, die nur eine klassische serielle Schnittstelle besitzen, so ist
das nicht ohne Weiteres möglich. Deshalb soll hier an einem Beispiel gezeigt
werden, welche Möglichkeiten dennoch bestehen, um auch die
von BT-GPS-Mäusen cyclisch zur Verfügung gestellten
NMEA-Navigationsdaten abrufen und seriell verarbeiten zu
können. Benötigt
wird dazu aber in jedem Fall ein zusätzlicher, mit der GPS-Maus
automatisch
Kontakt aufnehmender und eine Datenverbindung herstellender
Bluetoothadapter. Geeignete Bausteine sind am Markt verfügbar,
aber, da vorzugsweise für den industriellen Einsatz gedacht,
leider erheblich teurer, als z.B. Versionen mit USB-Schnittstelle, die
es in Elektronikmärkten als Massenprodukt gibt.
Abb.1
Bluetooth-Baustein ESD-100 ( 27.5 x 30 x 14mm )
Auf der Suche nach einem universell
einsetzbaren und preislich dennoch
akzeptierbarem
Produkt, bin auch auf den Baustein: "ESD-100" der Parani-Serie von
Firma SENA [1] gestossen.
Hierbei handelt es sich um einen Baustein nach Bluetooth-Klasse 1,
wofür max. Übertragungsreichweiten von etwa 100m angegeben
werden. Mithilfe der über die Internet-Seiten des Herstellers
kostenlos verfügbaren Windows-Software
"ParaniWIN" ist dieser Baustein auf unterschiedlichste serielle
Datenparameter und je nach Bedarf auch als MASTER oder SLAVE
konfigurierbar. Da GPS-Mäuse in vorliegenden Fall nur als SLAVE
arbeiten können, ist es erforderlich, daß der Zusatzbaustein
als MASTER fungieren kann. Dazu gibt es eine Konfigurationseinstellung,
die
eine automatische Paarung beider Bluetooth-Einheiten im Anschluss an
jede Inbetriebnahme bewirkt. Obwohl es bei der
genannten Anwendung in der Regel nur um
die Auswertung der von der GPS-Maus cyclisch ausgesandten
NMEA-Datenprotokolle gehen
dürfte, wird die Datenverbindung bidirektional hergestellt,
so dass grundsätzlich auch eine Übertragung von
Kommandos in Richtung Maus möglich sein
würde.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der Baustein "ESD-100"
natürlich auch als Bluetooth-SLAVE konfiguriert werden kann.
Danach ist es z.B. möglich, eine gewünschte Datenverbindung
ausgehend von einem als MASTER fungierenden PC oder PDA aufzubauen, um
auf diese Weise auf die seriellen Ein- und Ausgangsports des
BT-Bausteins und damit auch auf dort ggf. angeschlossene Peripherie (
z.B. Mikrokontroller ) zugreifen zu können.
Um eventuellen Fragen
zuvorzukommen:
Ich kann es zwar nicht in jedem Einzelfall selbst testen, aber als
GPS-Maus sollten sich hier ALLE mit einer
Bluetooth-Schnittstelle ausgestatteten Typen verwenden lassen.
Der
Bluetooth-Baustein "ESD-100" im
praktischen Einsatz
Während Abb. 1 den
Bluetooth-Baustein "ESD-100" zeigt, geht seine Anschlussbelegung aus
Abb. 2 hervor. Dabei ist eine vollständige Beschaltung aller Pins
in den meisten Fällen nicht erforderlich. Bei meinen
praktischen Versuchen habe ich eine Anordnung gemäß Abb. 3
gewählt. Durch Hinzufügung des Wandlerbausteins "MAX3232"
werden Signale mit RS232-Pegelwerten nach aussen bereitgestellt.
Sie ermöglichen eine einfache Zusammenschaltung mit
periphären Geräten, wozu auch der in der Konfigurationsphase
benötigte PC zählt.
Bei dem "MAX3232"
handelt es sich um eine bereits ab 3V-Betriebsspannung nutzbare Version
des bekannteren Standardbausteins "MAX232".
Die detaillierten Funktionen der ESD-100-Anschlusspins 7 ( Pairing )
und 11 ( Reset ) sind seinem Manual zu
entnehmen. Für den Standard-Betrieb genügt es aber, sie
jeweils entsprechend Abb. 3 über Widerstände auf High-Pegel
zu legen.
Eine an Pin 8 angeschlossene LED wird nach erfolgreichem Aufbau einer
Bluetoothverbindung aufleuchten und stellt somit einen nützlichen
Betriebsindikator dar.
Das vorliegende Einsatzbeispiel arbeitete ohne Verwendung von
Handshakesignalen. Deshalb wurden die entsprechenden Pins des ESD-100 (
RTS und CTS ) durch eine
Drahtbrücke miteinander verbunden. Eine zusätzliche
Verwendung dieser Signale ist im Bedarfsfall
aber leicht möglich. Dazu bietet sich dann auch die Nutzung der
beiden bisher noch unbenutzten Pegelwandler innerhalb des "MAX3232" an.
Abb.2
Anschlussbelegung des Bausteins "ESD-100"
Abb.3
RS232-Adaption des Bluetooth-Bausteins "ESD-100"
Bei Belegung der RS232-Buchse ( Female )
gem. Abb.3, ist die Verbindung mit einem PC über ein
Sub-D-Verlängerungskabel herzustellen. Soll stattdessen ein
Nullmodemkabel verwendet werden, so muss für die seriellen Ein-
und Ausgangsleitungen des "MAX3232" ein Sub-D-Stecker ( Male )
verwendet und die an Pin 2 und 3 führenden Adern dabei
gegenüber der Darstellung in Abb.3 vertauscht werden.
Das Schaltbild Abb.3 enthält zusätzlich noch Angaben zur
Belegung von Datenadaptern, über die eine Anschaltung von z.B.
ICOM- oder KENWOOD-Funkgeräten erfolgen kann. Wurde vorher ein in
Funkreichweite befindlicher BT-GPS-Empfänger aktiviert, so baut
sich nach Inbetriebnahme der Anodnung gemäß Abb.3
selbständig eine Bluetoothverbindung auf ( die LED leuchtet dabei
) und vom GPS-Empfänger stammende Navigationsdaten sind an Pin2
des Sub-D-Anschlusses verfügbar. Über den passenden Adapter
können sie daraufhin z.B. der GPS-Buchse von Geräten wie
TH-D7 oder TMD-700 zugeführt werden. Die ICOM-Variante eignet sich
für Einsatzfälle, bei denen die Navigationsdaten von z.B.
D-Star-Geräten verarbeitet werden sollen. In allen Fällen ist
dabei zu beachten, daß die
Konfiguration des Bluetooth-Bausteins gemäß der an
dieser Stelle verwendeten Datenrate ( z.B. 9600bps ) erfolgen muss.

Abb.4 zeigt die Anordnung der Anschlusspins des
ESD-100 bei Blickrichtung von OBEN auf den Baustein
Konfiguration des Bausteins
"ESD-100"
Abschnitt folgt noch ( siehe dazu vorerst das zum ESD-100
gehörende
Manual )
Bezugsquellen für den Baustein
"ESD-100" und für die Konfigrurationssoftware "ParaniWIN"
http://www.lawicel-shop.se/shop/
( Bezugsquelle aus Schweden;
hierbei zuerst Preisausgabe in EURO wählen )
http://www.sena.com/
http://www.sena.com/support/downloads/
( Links zum Download
von Manual und Konfigurationssoftware )
http://www.promiserial.de/promiesd.htm
( Bezugsquelle aus Deutschland;
Preisangaben sind OHNE MWST. )