Nachdem moderne PC's
und PDA's in der Regel leider nicht mehr mit einer seriellen
Schnittstelle ausgestattet sind, muss häufig nach anderen Wegen
zur Anbindung von Peripherie-Geräten gesucht werden. Letzendlich
läuft das zumindest bei PDA's fast immer auf eine
Bluetooth-Verbindung hinaus. Dabei ist die Verbindungsaufnahme mit z.B.
einer entsprechend ausgestatteten GPS-Maus im Normalfall auch schnell
und unkritisch realisierbar. Wollen wir die Daten eines nur mit
serieller Schnittstelle Geräte ausgestatteten Gerätes mit
z.B. einem PDA verarbeiten, so benötigen wir dazu einen externen
Bluetooth<>RS232-Adapter. Derartige Adapter sind zwar auf dem
Markt erhältlich, aber da üblicherweise für
professionelle Anwendungen gedacht, liegen sie preislich meistens
deutlich oberhalb von Euro 100. Über die Ergebnisse von ersten
Versuchen mit auch etwas günstiger erhältlichen BT-Bausteinen
hatte ich bereits vor einiger Zeit berichtet:
http://www.kh-gps.de/bt3.htm
Seit kurzer Zeit werden mit dem BTM-222 nun auch auch
verhältnismäßig preisgünstige ( ca. Euro 13 )
Bluetooth-Moduln angeboten. Auch mit ihrer Hilfe lassen sich die
benötigten Verbindungen herstellen. Es handelt sich dabei um
Class1-Bausteine mit einer Ausgangsleistung von +18 dBm, was eine sehr
gute Reichweite ergibt. Mehr über diese Bausteine
fand ich zuerst auf
der Seite von
Peter Plischka.
Nachdem ich mir eines der dort angebotenen Fertigexemplare besorgt
hatte, kann ich inzwischen auch über erste eigene Erfahrungen
berichten:
Der BTM-222-Baustein kann sowohl im MASTER-, als auch als SLAVE-Mode
betrieben werden ( siehe auch Abschnitt: Konfiguration ). Die zu
wählende Betriebsart is abhängig von
der jeweils gewünschten Gerätekonstellation ( siehe Abb.1 ) .
Abb.1 Typische Beispiele ( a-c )
für den Einsatz der Bluetooth-Bausteine "BTM-222"
Klassischer Einsatzfall ist der Ersatz einer drahtgebundenen seriellen
Datenverbindung durch eine Bluetooth-Funkverbindung ( Beispiel: a ).
Dazu sind zwei Moduln erforderlich, wobei das eine als MASTER und das
zweite als SLAVE zu betreiben ist. Die Funkverbindung zwischen beiden
Einheiten sollte sich bei richtiger Konfiguration ( siehe unten )
automatisch aufbauen.
Erfolgt der BT-Verbindungsaufbau dagegen z.B. ausgehend von einem PC
oder PDA ( Beispiel: b ),
so fungiert dieses Gerät üblicherweise als MASTER und unser
Baustein muss als SLAVE konfiguriert werden. Diese Konstallation ist
beispielsweise dann zu wählen, wenn Datenverbindungen zwischen
einem der genannten Endgeräte und
einem TNC oder Tracker hergestellt werden sollen. Wird dagegen die
serielle Verarbeitung der z.B. von einer Bluetooth-GPS-Maus stammenden
( NMEA- ) Daten gewünscht, so ist der BTM-Baustein als MASTER
einzusetzen ( Beispiel: c ).
Abb.4
Vereinfachte RS232-Version unter Verwendung des "Plischka-Boards"
Bei Verwendung des BTM-222-Chips
muss bedacht werden, dass er mit Betriebsspannungen um 3.3V zu
betreiben ist und an seinen Datenports auch nur
mit ca. 3V-TTL-Pegeln arbeitet. Der über obengenannte Link
beziehbare Plischka-Fertigbaustein ist dagegen so ausgelegt, dass
er nach aussen eine
5V-TTL-Beschaltung erfordert. Um den Baustein ( z.B. zur Konfiguration
) auch mit einem PC verbinden zu können, ist in den meisten
Fällen zudem noch ein zusätzliche
TTL-RS232-Adaption erforderlich ( siehe Abb.3 und Abb.4 ). Wer eine
entsprechende Anordnung nicht nach eigenen Vorstellungen aufbauen
möchte, der kann hier auch einen Bausatz verwenden, wie er
für ein paar Euros bei Fa.
Pollin ( Best.-Nr. 810036 ) erhältlich ist. Mit ihm lässt
sich eine Anordnung
aufbauen, die derjenigen in Abb.3 sehr nahe kommt. Wer dagegen auf der
TTL-Seite bereits mit 3V-Pegeln und entsprechender
Versorgungsspannung arbeiten möchte, der kann den gleichen Bausatz
ebenfalls
verwenden, muss den mitgelieferten Chip "MAX232" allerdings durch den
3V-Typ "MAX3232" ersetzen. Meine Wunschvorstellung würde an dieser
Stelle ein
mit allen benötigten Komponenten bestückter Komplettbaustein
ähnlich zu Abb.2 sein. Vielleicht findet sich ein Mensch, der die
Möglichkeiten zur Realisierung dieses ansich nicht sehr
komplizierten Projektes besitzt.

Abb.5 BTM-222 Pinanordnung