DTMF-Decoder mit ATMEGA8
Stand: 14. Dezember 2011

Schon vor vielen Jahren hatte ich auf meinen Seiten mehrere Versionen eines DTMF-Decoderbausteins veröffentlicht ( siehe dazu: http://www.kh-gps.de/schalt.htm und http://www.kh-gps.de/schalt2.htm ). Dabei kamen Prozessoren des Typs AT89C2051 zum Einsatz. Nachdem derartige Decoder auch heutzutage immer noch aktuell sind, lag es nahe, über eine aktuallisierte Version nachzudenken. Dabei sollte das seinerzeitige Konzept auch im Wesentlichen beibehalten, jetzt aber ein Microcontrollerbaustein ATMEGA8 zum Einsatz kommen. Aus Gründen der Universalität wurde darauf verzichtet, die eigentlichen Relais mit auf der Platine unterzubringen und hier stattdessen nur ein Mehrfach-Leistungstreiber des Typs ULN2003 vorgesehen. Die Open-Collektorausgänge werden bei Aktivierung der zugehörigen Kanäle niederohmig und erlauben hierüber direkte Relais- und auch andersweitige Steuerungen. Separate Schutzdioden, wie sie üblicherweise parallel zur Erregerwicklung von Relais anzuordnen sind, können an dieser Stelle entfallen, da sie bereits im ULN2003 integriert sind. Eine parallel zum Leistungstreiber "IC3" angeordnete LED-Zeile signalisiert alle Schaltzustände.
Die Auswertung ankommender DTMF-Töne erfolgt gemäß Tabelle1

DTMF-TON
FUNKTION

DTMF-TON
FUNKTION
0
Ch.1 "AUS"

8
Ch.5 "AUS"
1
Ch.1 "EIN"

9
Ch.5 "EIN"
2
Ch.2 "AUS"

*
Momentpuls an "M1"
3
Ch.2 "EIN"

#
Momentpuls an "M2"
4
Ch.3 "AUS"

A
Ch.6 "AUS" an PD.5
5
Ch.3 "EIN"

B
Ch.6 "EIN" an PD.5
6
Ch.4 "AUS"

C
Ch.7 "AUS" an PD.6
7
Ch.4 "EIN"

D
Ch.7 "EIN" an PD.6
Tabelle 1

Während die Schaltsignale für die Kanäle 1-5 an den entsprechenden Ausgängen des Leistungstreibers "IC3" zur Verfügung stehen, sind die Steuerausgänge für die Reserverkanäle 6-7  mit nur TTL-Pegel an den Ports PD.5 und PD.6 verfügbar. "M1" und "M2" sind wiederum über "IC3" geführte Open-Collector-Ausgänge, wobei diese allerdings nur für den Zeitraum der Decodierung des jeweils zugehörigen DTMF-Tones aktiviert sind. Nach Unterbrechung der Versorgungsspannung befinden ind alle Schaltkanäle wieder im "AUS"-Zustand.  In diesem Zusammenhang denkt der Verfasser aber auch über eine Firmwareversion nach, die den prozessorinternen EEPROM-Bereich zur Ablage der jeweiligen Schaltzustände benutzt, womit sie auch nach Unterbrechung der Versorgungsspannung wieder zur Verfügung stehen würden.


Abb.1  Schaltbild ( zur Großdarstellung anklicken )

An Port-Ausgang PB.4 werden bei jedem Programmstart einige Pulse ausgegeben. Wer sie für Kontrollzwecke nutzen will, der kann diesen Port mit z.B. "R1 oder "R2" verbinden und damit eine der ansonsten nicht benutzten Anzeigeleisten-LED's sinnvoll verwenden.


Abb.2  Musteraufbau


Abb.3  Platinenlayout


NACHBAU

Hex- und Assembler-Files der Prozessorfirmware können hier heruntergeladen werden.
Auf privater Basis sind vom Verfasser auch programmierte Prozessoren und einige weitere Spezialbauteile in kleinen Mengen erhältlich.

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