Simplex-HOTSPOT unter Verwendung des DVRPTR-Bausteins
und eines Yaesu-Transceivers "FT-817"
Stand: 29. Januar 2012

Using the DVRPTR board for building a simple D-STAR-Hotspot in simplex mode.
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BTW: better translations would be appreciated

Mein Ziel war der Aufbau eines einfachen Simplex-Hotspots unter Verwendung des DVRPTR-Bausteins [1]. Zur Verfügung stand ein Yaesu-Transceiver "FT-817", aber grundsätzlich hätte man an seiner Stelle auch andere, ebenfalls mit einer 9K6-Datenbuchse ausgestattete Geräte verwenden können. In meinem Fall wurde das vorhandene Funkgerät in den Packet-Radio-Modus ( PKT ) versetzt und hierbei auf eine Datenrate von 9600bps eingestellt. Da die Belegung des FT-817-Datenanschlusses nahezu identisch mit dem des DVRPTR ist, lassen sich beide Geräte sehr einfach mithilfe des zum Lieferumfang des Modems gehörenden 6pol. Mini-DIN-Datenkabels verbinden. Dagegen erfolgt die Verbindung des Bausteins mit dem PC über ein ebenfalls mitgeliefertes USB-Kabel


Abb.1  Blockschaltbild einer HOTSPOT-Anordnung als Beispiel

Für den DVRPTR-Baustein ist eine
Versorgung aus einer externen 12V-Quelle vorgesehen. Unlängst hatte ich aber auch noch eine Anleitung gefunden, mit deren Hilfe sich der Baustein  auf 5V-Betrieb über die mit dem PC bestehende USB-Verbindung hätte umbauen lassen sollen. Weiter unten auf dieser Seite wird aber noch zu lesen sein, was dieser Umbauversuch bei mir weiter ergab.

Bei Erstverbindung des DVRPTR mit dem PC dürfte üblicherweise nach dem passenden USB-Treiber gefragt werden. Unter dem Namen "DVRPTR_CDC.inf" ist er im File-Bereich des DVRPTR-YAHOO-Forums [1] zu finden. Wurde er vorher von dort auf die Festplatte des PC's überspielt, so kann er nach Verzweigung in den entsprechenden Pfad jetzt aufgerufen werden.

 

Abb.2  System-Fenster

Nach Start des "DVRPTR-Control-Centers" am PC sollten zuerst die wichtigsten persönlichen Einstellungen vorgenommen werden. Im Fenster "Systen" ( Abb.2 ) sind das die Einträge für "Callsign und Module". Danach ist mit "Hot Spot" der gewünschte "Operating-Modus" anzuwählen und unter "D-Plus" das eigene Call einzutragen. Im Feld "Callsign-Routing" habe ich vorerst nur "xGateway" angewählt und ansonsten keine weiteren Einträge vorgenommen.


Abb.3  Modem-Fenster

Nach Aufruf von "Modem" ( Abb.3 ) sollte aus dem oberen Fenster ersichtlich sein, ob die USB-Verbindung zwischen PC und DVRPTR-Baustein bereits schon automatisch hergestellt wurde. Im negativen Fall muss ggf. über den Geräte-Manager des PC's ermittelt werden, ob das Modem korrekt erkannt wurde und unter welcher ( virtuellen ) COM-Portnummer es erreicht werden kann.
Die Einstellung von "TX-Level" und TX-Delay" sind relativ kritisch und variieren natürlich auch zwischen den einzelnen Funkgerätetypen. Mit guten Ergebnissen benutze ich beim FT-817 erst einmal die aus Abb.3 ersichtlichen Einstellungswerte, wobei dennoch beabsichtigt ist, hier irgendwann auch noch die exakte Mitte des möglichen Operationsbereiches zu ermitteln. Bei "TX-Reverse" und "RX-Reverse" war im vorliegenden Fall jeweils der Haken zu setzen. An dieser Stelle ist noch wichtig zu wissen, dass Einstellungsänderungen erst bei Betätigung der Taste "APPLY" übernommen werden.


Abb.4  Reflectors-Fenster

Über das Fenster "Reflectors" ( Abb.4 ) können Internetverbindungen zu gewünschten Reflectoren oder D-Star-Relais hergestellt werden. Nach entsprechender Anwahl ist die Taste "Connect" zu betätigen. Über das Fenster "Network Status" kann der jeweilige Zustand kontrolliert werden..


Abb.5  QSO-Data-Fenster

QSO-Aktivitäten lassen sich anschliessend durch Anwahl des Fensters "QSO Data" ( Abb.5 ) verfolgen.
Weitere Informationen zu diesem Betriebsprogramm und auch zu den bisher noch nicht erwähnten Fenstern findet man in den mehrsprachig verfügbaren PDF-Files, die via [1] erreichbar sind ( Version in Englisch: siehe auch [4] ).

Neu: Mit welchen Einstellungen können DV-Funkgeräte auf den HOTSPOT zugreifen?

Mir stellte sich die Frage, welche Einstellungen am DV-Funkgerät vorzunehmen sind, um auf den HOTSPOT zugreifen zu können. Zuerst hatte ich es mir viel komplizierter vorgestellt, als es letztendlich war. Zum Ersten spricht man ein Simplex-System natürlich auch im Simplex-Mode an, was bedeutet, dass eine eventuelle Relaisablage auszuschalten ist. Nachdem die Auswahl des gewünschten Reflectors oder DV-Relais, sowie die Kontaktaufnahme zu ihm über die Control Center Software am PC erfolgen kann, bleibt für das ansprechende Funkgerät hier zuerst einmal wenig zu tun. So entfallen z.B. auch Einträge für Ziel-Calls in den Rubriken "RPT1" und "RPT2". Bedeutungsvoll sind dagegen die Inhalte, die unter "URCALL" ausgesandt werden können, wobei es allerdings in der Grundkonstellation genügt, hier lediglich die Zeichenfolge "CQCQCQ" zu verwenden.
Ist die Funktion "Switch by User" im Reflectors-Menü der Control Center Software aktiviert ( siehe Abb.4 ), so lassen sich über die Inhalte der URCALL-Zeile aber auch vielerlei Steueraufgaben durchführen. Dabei können Verbindungen zu Reflectoren/D-Star-Relais usw. aufgebaut, getrennt, gewechselt oder auch Infos über den aktuellen Verbindungsstatus erst einmal nur abgefragt werden.
Zum Aufbau einer Verbindung mit z.B. dem Reflector "XRF010" ist in diese Zeile "XRF010BL" einzugeben, wobei "B" den benutzten Port kennzeichnet und "L" für den Begriff "Link" steht". Genauso lassen sich auf diese Weise auch Reflectoren wie z.B. "REF006" oder S-Star-Relais wie z.B. "DB0HRF" aufrufen. Wichtig ist dabei, dass Port- und Linkbezeichnung dabei immer an 7. bzw. 8.Stelle stehen, so dass bei Calls, die sich aus weniger als 6 Zeichen zusammensetzen, hier ggf. noch Leerstelle[n] einzufügen sind. Zum Trennen einer Verbindung ist ein aus sieben Leerstellen und einem "U" an 8. Stelle bestehender Befehl auszusenden. Ähnlich sieht der Befehl für Statusabfragen aus, bei dem stattdessen ein "Z" in der 8. Position zu verwenden ist.
Ist man bereits mit einem Reflector/Repeater verbunden und will auf einen anderen wechseln, so kann das ohne vorherigen Trennbefehl immer auch direkt erfolgen.
Zur Aussendung aller dieser Befehle ist die Sendetaste des ansprechenden Funkgerätes nur einmal kurz zu betätigen. Sehr hilfreich ist dabei auch, dass man Änderungen des jeweiligen Verbindungszustandes danach auch per Sprachmessage am zugreifenden Funkgerät verfolgen kann. Dazu ist es allerdings erforderlich, dass im Reflectors-Menü der Control Center vorher auch "Announce (Talk) aktiviert wurde ( siehe Abb.4 ) und das gleiche Verzeichnis, aus dem diese Software am PC gestartet wird, auch die entsprechenden, aus dem DVRPTR-Yahoo-Forum verfügbaren Soundfiles enthält.

Linkliste

[1]  http://tech.groups.yahoo.com/group/DVRPTR/
[2]  http://tech.groups.yahoo.com/group/DVRPTR/files/
[3]  http://tech.groups.yahoo.com/group/DVRPTR/files/0%20DV-RPTR%20PC-Software/
[4]  http://www.dj0abr.de/english/technik/dstar/dvrptr.htm  DV-RPTR-Anleitung von DJ0ABR ( in Englisch )

Umbau des DVRPTR-Bausteins zur Energieversorgung über das USB-Kabel

NEU:  Weil es mir einfacher erschien, den DVRPTR-Baustein gleich mit über das USB-Verbindungskabel versorgen zu lassen, womit ein externes 12V-Netzgerät hätte eingepart werden können, hatten mich die in ihren wesentlichen Teilen unten zu findenden, aus dem YAHOO-Forum stammenden Umbauhinweise von Neil, G7EBY interessiert. Nach ihrer Umsetzung sah es auch zuerst so aus, als würde die Sache problemlos funktionieren. Nach längerer Betriebszeit ergaben sich bei mir aber dann doch oftmals Schwierigkeiten mit der Tastung des angeschlossenen Senders. Das Problem liess sich zwar jeweils durch Neustart des Programmes "DV-RPTR  Control Center" wieder beheben, was jedoch selbstverständlich kein endgültiger Zustand sein konnte.
Beim Betrachten des zugehörigen Schaltbildes stellte sich dann heraus, dass die nach der Modifikation nicht länger verfügbare 12V-Versorgungsspannung für einige Funktionen, wie z.B. PTT-Steuerung durchaus noch erforderlich zu sein schien. Um es kurz zu machen, ich habe meinen DVRPTR-Baustein wieder in den Originalzustand zurückversetzt und betreibe ihn seither wieder brav aus einer externen 12V-Energiequelle.
Aus Gründen der Vollständigkeit belasse ich die wenigen Umbauhinweise aber dennoch auch weiterhin hier auf der Seite und vielleicht ergibt sich irgendwann doch noch eine Lösung, die einen sicheren Betrieb des Bausteins auch bei 5V-Versorgung über das USB-Kabel ermöglicht.

          
Abb.6 und 7  Photos des DVRPTR-Innenlebens von G7EBY

Zuerst sollte die am 12V-Eingang angeordnete, in Abb.6 rot markierte POLYFUSE entfernt oder zumindest einseitig abgelötet werden. Damit wird der weitere Betrieb des DVRPTR-Boards über die Power-Buchse verhindert, womit Probleme vermieden werden, die bei einer versehentlichen Doppelversorgung auftreten könnten. Die einzige weitere Massnahme besteht nun darin, an der in Abb.7 rot markierten Stelle eine Lötbrücke herzustellen. Danach lässt sich das Board nur noch via USB-Kabel vom PC aus versorgen. Dazu stellen nahezu alle Rechner eine Spannung um 5.0V über ihre USB-Anschlüsse bereit, wobei dieser Wert nicht unter die zum Betrieb des DVRPTR benötigten 4.8V fallen darf.

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