Farbbalken und ( Lauf- ) Textgenerator nach PE1PWB
8. Februar 2011

Bei der Internetsuche nach einem einfachen Farbbalkengeber mit individuell festlegbaren Zusatztexten bin ich auf das schon einige Jahre alte Konzept von PE1PWB gestossen.  Nachdem ein direkter Zugriff auf die Seiten von PE1PWB aber nicht mehr möglich zu sein scheint, gibt es glücklicherweise noch die sehr ausführliche Seite von IK1HGI [1]. Mit dem GOOGLE-Übersetzer gelang dann auch das weitgehende Verstehen des in italienischer Sprache abgefassten Textes. Wichtig war mir dabei vor allem, daß von dort auch die benötigte Software verfügbar war [2]. Dazu gehört besonders das ZIP-File "stkgen7_6.zip" mit dem darin enthaltenen Windows-Programm "changetext.exe", mit dem man eigene Textinhalte festlegen und daraus sehr einfach das später im verwendeten PIC-Prozessor abzulegende HEX-File erzeugen kann.  Hardwaremäßig sind neben einigen Kleinteilen somit nur noch ein PIC-Prozessor PIC16F628 und ein Motorola MC1377 [3] erforderlich. Obwohl schon seit langer Zeit abgekündigt, gelang mir doch noch die Beschaffung einiger Exemplare des letztgenannten Bausteins, so dass sich auch die Anfertigung eines eigenen Platinenlayouts ( Abb.4 ) noch lohnte.


Abb.1  Farbbalken und Lauftextgenerator nach PE1PWB
( Bildschirmfoto in reduzierter Qualität vom LCD-Monitor in 16x9 Einstellung )


Abb.2  Musteraufbau mit Platine von DJ7OO
( anklicken für Grossdarstellung )



Abb.3  modifiziertes Original-Schaltbild von PE1PWB ( anklicken für Grossdarstellung )
Anm: Anstelle der im Schaltbild eingezeicheten Spannungsregler: LM7812 und LM7805
wurden bei meinem Nachbau die Low-Power-Versionen: 78L12 und 78L05 verwendet.

Mit Drahtbrücken zur Textdarstellung und ansonsten keiner zusätzlichen Betätigung der drei Eingabetaster, wird sich eine Darstellung nach Abb.1 ergeben. Neben dem Farbbalken ist das feststehende Rufzeichen im oberen Bildteil und ein Lauftext im unteren Bildteil sichtbar. Über die drei Taster bestehen darüberhinaus aber noch umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten ( wie z.B. zur Darstellung einer Uhrzeit anstelle des Rufzeichens ). Später sollen sie an dieser Stelle noch näher erläutert werden. Siehe dazu vorerst nur die im Anhang zu findende automatische Englisch-Übersetzung.  


Abb.4  Platinenlayout ( anklicken für Grossdarstellung )


ABGLEICH ( noch im Aufbau )

Vor der Erst-Inbetriebnahme sollte man die drei Potis für die Farbauszüge entsprechend Abb.2 auf etwa 30% (*) des möglichen Vollausschlags einstellen. Das Textpoti wurde bei mir sogar auf max. Ausgangspegel ( hier also: Linksanschlag ) justiert. Danach müsste bereits das ausgegebene Videosignal mit Farbbbalken und Lauftext erkennbar sein.  Mit dem zwischen den  Pins 1 und 16 des MC1377 angeordneten Poti kann die Burstlage auf der Schwarzschulter verschoben werden. Für seine exakte Einstellung und auch alle sonstigen Pegelwerte wird man allerdings kaum ohne einen Oszillographen auskommen. Der Video-Normpegel von 1Vss wird sich erst bei Belastung des Ausgangs mit etwa 75Ohm einstellen, so dass man bei einem hochohmigeren Verbraucher hier ggf. noch einen zusätzlichen, gegen Masse angeordneten Festwiderstand vorsehen muss.
Erfolgt die Wiedergabe noch ohne Farbe, so dürfte die Farbträgerfrequenz ( 4.433 MHz ) daneben liegen. Eine Einstellung des am zugehörigen Quarz angeordneten variablen Kondensators sollte hier weiterhelfen. Ggf. ist ihm auch noch der im Schaltbild bereits angedeutete 15pf-Kondensator parallel zu schalten.
Auch mein Mustergenerator lieferte zuerst nur ein SW-Signal. Schuld war daran allerdings nicht die falsch eingestellte Farbträgerfrequenz, sondern der im Schaltbild Abb.3 rot gekringelte Kondensator, der sich als Killer für den Farbburst entpuppte. Seither betreibe ich den Generator erst einmal ohne diesen Kondensator, habe aber vor, an dieser Stelle einen auf 4.433MHz abstimmgestimmten Parallelresonnzkreis ( 10uH, 120pF fest und 5-30pf variabel ) zu testen.

(*)  sorry, blöderweise habe ich beim Layouten den Fehler gemacht, daß sich der über die Einsteller für die drei Farbkanälen und dem Textkanal veränderbare Ausgangspegel bei Rechtsdrehung nicht erhöht, sondern verringert. Es ist zwar nur ein Schönheitsfehler, aber sollte es noch einmal eine neue Platinenbestellung geben, so würde ich das vorher noch korrigieren.

NACHBAU

Für Nachbauinteressenten stehen noch einige Platinen und MC1377 auf privater Basis zur Verfügung. Nach Übermittlung der jeweils gewünschten Textinformationen kann ich ggf. auch entsprechende PIC-Prozessoren programmieren. Anfragen bitte über untenstehende E-Mailadresse. Komplette Bausätze oder fertig aufgebaute Bausteine wird es von mir in der Regel nicht geben. Die restlichen Bauteile sind Standard und z.B. bei Fa. Reichelt erhältlich.

LINKLISTE

[1]   http://www.qsl.net/ik1hgi/atv/mire07.htm
[2]   http://www.qsl.net/i/ik1hgi//atv/mire-07/
[3]   http://www.kh-gps.de/mc1377.pdf

E-Mail contact via:
ANHANG
Hier die mit GOOGLE-Translator aus dem Italienischen ins Englische übersetzte Konfigurationsanleitung ( eine automatische Übersetzung ins Deutsche war unverständlicher!! ). Es ist beabsichtigt, daraus noch ein Version im allgemeinverständlichen Deutsch zu erstellen.

Combination of buttons for inputting data
The purpose of a lever connected to pin 11, which henceforth will be called writing, is to allow to switch from normal operation in the off position, the "on" position for data input. This position is signaled by the appearance of the cursor on the screen. The two buttons connected to enable pin 0:13. If pressed together, these two buttons are used to store data, to move in different fields and reset the circuit.
Setting scrolling text
With the switch writing to the "on" position, the message is blocked and you can change the character covered by the cursor. The switch is to be switched "on" the moment when the character to be changed, or the location from which to start writing, is at the top right. At this point, you choose the character you want using the buttons and it is stored by pressing both buttons simultaneously. So the message is advanced by one and continue with the second character, then the next, and things on until the end of the sentence, which must end with a period. By setting the switch writing to the "off" on writing resumes scrolling. To obtain a space between words or delete a character you select the black space that appears between the letter Z and the character 0 (zero).
Setting the scroll speed
To set the scroll speed of the written procedure is as follows: bring the switch writing to the "on" position, pressing both buttons simultaneously twice in a row. With the button connected to pin 12 is possible to vary the speed between 5 possible values, while others, related to piedino13, you can pass the note down to two-tone signal and vice versa. We end the operation by returning the switch writing to the "off" position.
Change background color
Leaving the switch writing to the "off" with one of the buttons you set the background of the scrolling text, while the other is the written down

Setting the written down
To set the message goes down the switch writing "on". By simultaneously pressing the two buttons, the cursor moves to the top of the line in the scrolling text, which indicates the character of the first written down. You choose your character by pressing the buttons individually and is stored by pressing both buttons simultaneously. You can store up to 9 characters. To end it shows the switch writing to the "off"
With the switch writing to the "off", by simultaneously pressing the two buttons appear at the clock. With a button to adjust the minutes and hours with each other, always forward, in a circular fashion. If you press the two buttons is the message down, and if they hold down for at least 3 seconds to change between the written down and the clock every 4 seconds. To return to normal you must press both buttons simultaneously.

Reset / Initialization
If this equipment will keep the two buttons you get the initialization of 'EPROM initialization parameters.