Wie richte ich "Hyper-Terminal" ein?
Version vom 3. September 2002
...Abb.1

Terminalprogramme dienen vorzugsweise dem Aufbau und der Abwicklung von Datenverbindungen über Modem. Im einfachsten Fall kann man mit ihrer Hilfe aber den PC auch nur in ein "dummes" Terminal verwandeln und über seine seriellen PC-Schnittstellen (  COM-Ports ) kommunizieren. So lassen sich z.B. die von einem GPS-Empfänger ausgesandten Datenprotokolle überwachen oder die Kommunikation mit einem Modem per AT-Befehle kontrollieren.
Zum Lieferumfang von WINDOWS gehört das Terminalprogramm "Hyper Terminal" ( Abb.1). Mit seiner Hilfe lassen sich vielfältige Steuerungs- und Überwachungsaufgaben realisieren. Im Folgenden soll das Einrichten dieses Programmes an einem Beispiel erläutert werden. Zuerst muss es aber gefunden werden. Abb.2 zeigt den Weg zum Auffinden des von Microsoft etwas versteckten Terminal-Programmes.

...Abb.2

Nach dem Programmstart wird man zur Namenseingabe für eine neue Verbindung aufgefordert ( Abb.3 ). Nachdem wir über den seriellen Port COM1 mit einer Datenrate von 19200 bps arbeiten wollen, nennen wir die Verbindung : "COM1_19K2". Der Name hat dabei keinerlei  Einfluss auf die tatsächlich benutzten Betriebsparameter. Wir hätten die Verbindung z.B. auch : Handy-Test" nennen können.

...Abb.3

Im Feld "Verbinden über :" wird der gewünschte COM-Port angegeben ( Abb.4).  Die Eingabe von Landeskennzahl, Ortskennzahl und Rufnummer ist nur von Bedeutung, wenn über ein angeschlossenes Modem eine Verbindung hergestellt werden soll. Für Direktverbindungen über COM-Ports sind hier keine Eingaben erforderlich.

...Abb.4

Sehr wichtig sind die Anschlusseinstellungen ( Abb.5). Dabei ist vorallem auf die Einstellung der richtigen Datenrate ( hier : 19200 Bit pro Sekunde ) und des richtigen Protokoll-Modus ( hier : Kein ) zu achten. Zur Kontrolle der Aussendungen von GPS-Empfängern müsste man die Datenrate dagegen auf den NMEA-Standardwert von 4800 bps einstellen.
Ist im Feld "Protokoll" etwas anderes als "Kein" gewählt, so kann es sein, dass vom Programm auf ein ggf. nicht vorhandenes Freigabesignal zur Datenaussendung gewartet wird und eingegebene Zeichen daher nicht ausgesandt werden. 
Die voreingestellten Werte für Datenbits, Parität und Stoppbits können in der Regel unverändert übernommen werden.

...Abb.5

Nach Betätigung der OK-Taste ist das Terminalprogramm mit den gewählten Betriebsparametern einsatzbereit und es erscheint das Hauptfenster (Abb.6 ).

...Abb.6

Bei Programmabbruch wird gefragt, ob eine Speicherung der gewählten Betriebseinstellungen gewünscht wird. In der Regel wird das der Fall sein. Daraufhin wird eine HT-Datei unter dem eingangs gewählten Namen gespeichert.

Die bei erneutem Programmaufruf erscheinende  Aufforderung zur Namenseingabe kann man durch Drücken der Abbruchtaste ignorieren. Stattdessen kann unsere alte Konfiguration im Memü DATEI unter ÖFFNEN ( Abb.7 und 8 ) wiedergefunden und aufgerufen werden.

...Abb.7


...Abb.8

Wird die gewählte HyperTerminal-Betriebeinstellung häufiger benutzt, so mach es u.U. Sinn, ein entsprechendes ICON auf dem Windows-Desktop zu platzieren. Dazu wird die Datei mit den gewünschten Einstellungen markiert und mithilfe der rechten Maustaste ein weiteres Menü aufgerufen. Hier wird der Punkt "Verknüpfung erstellen" angewählt ( Abb.9 ).

...Abb.9

Nach einem Doppelklick erscheint die verknüpfte Datei im Auswahlmenü ( Abb.10 ) und kann per "drag and drop" in den Desktopbereich gezogen werden. Wer Lust hat, kann sie über einen mithilfe der rechten Maustaste erreichbaren Menüpunkt auch noch umbenennen.

...Abb.10

Ab sofort ist die gewünschte Hyperterminal-Betriebseinstellung schnell erreichbar nur zwei Clicks entfernt vom ICON auf unserem Windows-Desktop. 

...Abb.11

Interessant ist auch die Möglichkeit der Speicherung empfangener Daten. Wenn es sich dabei um ASCII-Daten handelt ( z.B. NMEA-Protokolle ) so ist der Modus : "Text aufzeichnen" ( Abb.12 ) zu wählen. In dem sich nach Anwahl öffnenden Fenster können Name und Pfad der Speicherdatei angegeben werden. 

..Abb.12