Bei "Ozi2Ozi" handelt es sich um ein PDA-Programm,
das mit einer auf dem gleichen Gerät zu installierenden
Kartensoftware "OziExplorerCE" zusammenarbeitet. Dabei
können die mithilfe eines angeschlossenen GPS-Empfängers
erfassten Positionsdaten lokal auf einer Karte angezeigt und
zusätzlich auch per SMS an andere PDA's übertragen werden.
Ist das gleiche Kartenprogramm dort ebenfalls installiert, so
können die empfangenen Positionsdaten hier auch wieder als
Positionsmarken auf Karten dargestellt werden.
Eine komplette Systemeinheit setzt sich aus einem GPS-Empfänger,
einem datenfähigen Handy und einem PDA mit den beiden
erwähnten
Programmen zusammen.
Nach Programmstart erscheint die Seite "Phone/POS" (
Abb.1 ). Vor dem Aufbau einer Verbindung zwischen PDA und
Handy
ist der benutzte ComPort und die gewünschte Datenrate zu
wählen.
Danach ist die Taste "CONNECT" zu betätigen.
Das benutzte Handy muss dabei mit einem vollwertigen GSM-Modemteil
ausgestattet und über AT-Befehle ansprechbar sein. Die besten
Erfahrungen liegen
diesbezüglich mit Geräten der Firma SIEMENS vor. Hier sind
fast alle in den letzten fünf Jahren hergestellten Typen nutzbar.
Praktisch getestet wurden dabei Verbindungen über Datenkabel (
COM1 ) , Infrarot ( COM3 ) und Bluetooth. In Gegensatz zu den bei
Programmstart im Info-Fenster zu findenden Angaben, musste z.B. bei
Verwendung eines IPAQ H2210 ( Betriebssystems WM2003 ) nicht der
angegebene Port COM7, sondern
COM8 gewählt werden.
Die mögliche Datenrate ist vom verwendeten Handytyp abhängig.
Bei Verwendung älterer Geräte sollte man es zuerst mit 19200
Baud versuchen. Alle neueren Modelle dürften dagegen auch mit
115200 Baud ansprechbar sein.
Wurde eine Verbindung zum Handy erfolgreich aufgebaut, so erscheinen an
den entsprechenden Stellen auch die abgefragten typenabhängigen
Informationen..
Über "Disconnect" kann die Verbindung jederzeit
beendet werden.
Um Positionsdaten senden zu können, muss auf dem gleichen PDA auch
das Programm "OziExplorerCE" aktiviert sein. Wird das
Programm in der üblichen Weise zur Auswertung von
GPS-Navigationsdaten benutzt ( Abb.2 ), so stehen diese Daten auch "Ozi2Ozi"
zur Verfügung und erscheinen in der POS-Zeile der
Phone/POS-Seite.
SMS-Aussendungen erfolgen an die über der Taste "SEND"
stehende Rufnummer. Dazu ist diese bei Bedarf mit dem gewünschten
eigenen Ziel-Call zu überschreiben.
Über die Auswahltasten kann zwischen einmaliger Aussendung per
Tastendruck "SEND" oder automatische cyclische
Aussendung in vorgegebenen Zeitintervallen gewählt werden (
Vorsicht Übertragungskosten!
).
Ankommende SMS, sowie auch sonstige ankommende Rufe, werden vom
Programm "Ozi2Ozi" akustisch gemeldet. Werden "Short
Messages" mit darin enthaltenen gültigen Navigationsdaten erkannt,
so werden sie bei vorher aktiviertem Kartenprogramm "OziExplorerCE"
an dieses weitergeleitet und falls eine geeigneter Karte vorhanden ist,
direkt zur Positionsdarstellung herangezogen ( Abb.5 ). Ansonsten
werden ankommnde Messages in einem der Handy-Speicher abgelegt.
Dabei kann eine Speicherung in den Speichern "ME" (
Gerätespeicher ) oder "SM" ( SIM-Kartenspeicher )
erfolgen ( Ein vorhandenes SIEMENS-Gerät legte ankommende Messages
zuerst im SM-Speicher ab, um nach Erreichen seiner Endkapazität im
ME-Speicher fortzufahren. Geräte anderer Hersteller, die
ankommende SMS zuerst
in einem Einlesepeicher ablegen und erst auf besonderen Befehl in einen
der vorgenannten Endspeicher übertragen, sind zur Verwendung
mit
"Ozi2Ozi" kaum geeignet ).
Mithilfe der über das Seite "READ" ( Abb.3 )
erreichbaren Funktionstasten können Speicherinhalte bearbeitet
werden. Über
die Tasten "ME" und "SM" kann dabei der
gewünschte auszulesende Handyspeicher selektiert werden. Dieser
Vorgang dauert einige Sekunden und kann in der unteren Textzeile
verfolgt werden.
Zum eigentlichen Auslesen des gewählten Speichers ist die Taste "READ
SMS" zu betätigen. Je nach Menge der auszulesenden Messages
kann das bis etwa 60 Sekunden dauern ( und ist ebenfalls in der unteren
Textzeile verfolgbar ).
Die Header der eingelesenen Messages ( ohne erkannten
Navigationsdateninhalt ) erscheinen in dem unteren Grossfenster. Der
gesamte Inhalt einer SMS kann durch Anklicken der jeweils
gewünschten Zeile in dem darüberliegenden Fenster dargestellt
werden.
Werden Messages mit Navigationsdateninhalt ausgelesen, so werden sie in
einem Fenster der Seite "SMS/OZI" abgelegt und können
hier analog verarbeitet werden ( siehe dazu den nächsten Abschnitt
).
Die Inhalte aller eingelesenen Messages können durch
Betätigung der Taste "SAVE" gespeichert werden und
sind danach bei Neustart des Programmes wieder verfügbar. Das
Gesagte gilt auch für die
schon erwähnten Navigationsdaten-SMS.
Über die Taste "Clr" lassen sich alle Message-Fenster
löschen.
Die Seite "SMS/OZI" ( Abb.4 ) dient der
Weiterverarbeitung von Navigationsdaten-SMS. Im unteren grossen Fenster
sind alle erkannten
Messages dieser Kategorie zu finden. Ausgewertet werden dabei
alle
von anderen Ozi2Ozi-Einheiten stammenden Daten und
darüberhinaus
auch Standard-NMEA-Protokolle des Typs "RMC".
Durch Anklicken einer Zeile kann auch hier wieder der gesamte
Nachrichteninhalt im Fenster darüber angezeigt werden.
Mithilfe der Tasten "Show in Ozi" und "Show'm all"
kann eine Kartendarstellung der Navigationsdateninhalte bewirkt werden
(
Abb.5 ). Dazu muss allerdings "OziExplorerCE" gestartet
sein und
eine geeignete Karte zur Verfügung stehen.
Über die Taste "Clear Ozi" lassen sich alle an "OziExplorerCE" übergebenen Positionspunkte löschen.
Die Seite "Send" ( Abb.6 ) kann benutzt werden, um
beliebige Textinhalte als SMS zu senden. Dazu ist der gewünschte
Text in das
grosse obere Fenster einzugeben. Weiterhin muss in das "To-Fenster"
die gewünschte Ziel-Rufnummer geschrieben und die Taste "Send"
betätigt werden.
Diese Funktion eignet sich besonders auch zur Aussendung von
Request-Messages, wie sie zum Datenabruf von bestimmten Trackern
erforderlich sind. So ist z.B. an einen Falcon STEPP dazu
eine SMS mit dem Inhalt "&REQ POS 0" zu versenden.
Andere Tracker ( wie z.B. die TRACKBOX )
reagieren schon auf einen ankommenden Ruf. Mithilfe der Taste "Call"
kann deshalb bei Bedarf auch lediglich ein Ruf initiiert werden. Da das
System die erforderliche Rufdauer nicht selbständig erkennen kann,
ist dieser Vorgang nach geeigneter Rufzeit durch Betätigung von "H-up"
wieder manuell zu beenden.
______________ INFO-Seite ______________
Bei auftretenden Problemen kann eine Analyse des auf der Info-Seite ( Abb.7 ) zu findenden Datendialogs zwischen PDA und Handy-Modem u.U. wertvolle Informationen liefern. Die jeweils aktuellen Daten werden zudem auch in dem für "Ozi2Ozi" benutzten Register des PDA-Speichers abgelegt. Das entsprechende File ist dort unter dem Namen "AT-log" zu finden. Bei Bedarf lässt es sich von hier aus zum PC übertragen und ggf. ausdrucken.
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