Wie erzeuge ich Karten für "OziExplorerCE" ?
Version vom 1. Oktober 2008

"OziExplorerCE" erlaubt das Selbsteinbinden von Kartenmaterial. Dabei kann die Vorlage entweder von z.B. einer CD-ROM als "Screenprint" oder auch mit einem üblichen Scanner erzeugt worden sein. Wichtig ist nur, dass die Kartendatei in einem der üblichen Grafikformate wie z.B. BMP, TIF oder JPG vorliegt ( wie mit BSB-Kartenmaterial verfahren werden muss, ist unten beschrieben ).

Schon in diesem Stadium sollten die Positionsdaten ( Längen- und Breitengrade ) von vier in der Nähe der Bildecken liegenden Punkte für die spätere Kalibrierung festgehalten werden. Fast alle Kartenprogramme erlauben dazu eine Positionsanzeige entsprechend der gegenwärtigen Cursorposition.

"OziExplorerCE" verwendet mit OZF bzw. OZF2 spezielle Datenformate für seine Karten. Zur Convertierung vom vorliegenden in eines dieser Formate muss das Programm "img2ozf.exe" verwendet werden. Es kann von der WWW-Seite : http://www.oziexplorer3.com/img2ozf/img2ozf.html  heruntergeladen werden.

( Weitere Informationen zu "OziExplorerCE" und den dabei benutzen Kartenformaten findet man auch in einem  von obengenannter Seite herunterladbaren OziCEhelp-File und einem von dort aufrufbaren speziellen Helpfile zu Img2osz )

Erzeugung des OZF bzw. OZF2-Files :

Die Convertierung erfolgt am PC. Nach Start von "img2ozf.exe"  können aus Vorlagen, die in einem der obengenannten ( und weiteren ) Standardformate vorliegen, die benötigten OZF- bzw. OZF2-Files erzeugt werden.
Ich habe dabei mit den Parametern "ozf2" und "Compress" gearbeitet ( siehe Help-Files ) . Der Umwandlungsvorgang wird durch Betätigung der Taste "Process Image Files to OZF-Files" gestartet.

Erzeugung des MAP-Files :

Neben den so erzeugten und die eigentliche Bildinformation enthaltenen OZF bzw. OZF2-Files benötigt die Software "OziExplorerCE" zusätzlich auch Files mit z.B. Kalibrationsdaten. Man erkennt sie an der Endung "map".
Zur Erzeugung der Map-Files wird die PC-Version von "OziExplorer benötigt. Glücklicherweise reicht es, wenn man sich dazu die kostenlose "Trial Version" über die Seite : http://www.oziexplorer.com  herunterlädt.
Mit den damit verbundenen Einschränkungen ( wie z.B. automatisches Programmende nach einer Stunde Betriebszeit ) kann man bei der nicht so häufig erforderlichen Nutzung dieser Software sicher leben.

Nach Programstart gelangt man über das Menü "File" zu "Load and Calibrate Map Image". Danach kann der Pfad gewählt werden, in dem sich das gewünschte zu kalibrierende Kartenfile befindet (  Ich habe den folgenden Schritt versuchsweise sowohl mit dem ursprünglichen Standard-Grafikfile ( hier : BMP ), als auch mit einer bereits in das OZF-Format convertierten Datei getestet; Beides funktionierte ).
Zur Kalibrierung werden jetzt am Bildschirm nacheinander die Tasten "Point1" bis "Point4" gedrückt. Nach jedem Tastendruck werden jeweils die in der Nähe der Kartenecken liegenden bekannten Punkte angeklickt und die zugehörigen vorher notierten Positionsdaten eingegeben ( zu beachten: Im Gegensatz zu manchen anderen Programmen, müssen die Nachkommastellen getrennt durch ein "Komma" und nicht durch einen "Punkt" abgetrennt werden ).
Liegen sie nur im Format : Grad,Minuten,Sekunden vor, so müssen die Sekundenwerte mit 1.666 multipliziert und von einem Kommazeichen getrennt, als Dezimalminuten eingegeben werden.
 
Nicht vergessen :  Für Karten unserer Regionen muss bei jedem einzelnen Kalibrierungspunkt ein "E
für "EAST" im Eingabefeld für Längengrade gewählt werden.

Nach Betätigung der Taste "Save" erfolgt die Erzeugung des Mapfiles.

Um die erzeugten und kalibrierten Karten nun auch mit "OziExplorerCE" nutzen zu können, müssen OZF- und MAP-File nun lediglich noch mit dem bekannten Synchonisierprogramm zum Organizer übertragen werden.


TOP50 :
Auf der folgenden Seite ist beschrieben, wie sich Teile der weit verbreiteten  TOP50xx-Karten zur Weiterverwendung mit Programmen wie z.B. OziCE exportieren lassen : http://home.wtal.de/noegs/top-export.htm

Anmerkung : Es wurde mehrfach berichtet, dass das hier beschriebene Verfahren NICHT in Verbindung mit der Betriebssoftware der Austria-MAP-CD-ROM's funktioniert. 


Sehr einfach ist die Verwendung von Kartenmaterial, das im BSB-Format vorliegt :

Karten, die in dem ( z.B. von FUGAWI benutzten ) BSB-Format vorliegen, lassen sich sehr einfach für die Nutzung mit OziExplorerCE aufbereiten. Die zugehörigen Kalibrierungsdatendateien ( mit der Endung : BSB )  werden mit der Ozi- ( Trial- ) PC-Version direkt in das erforderliche MAP-Format gewandelt.
Etwas problematisch ist dagegen die Convertierung sehr grosser Map-Dateien ( mit der Endung : KAP ). Bei mir dauerte z.B. die Convertierung der 50%-Zoomstufendaten mithilfe des Programmes  IMG2OZF.EXE  nahezu endlos. Ggf. ist es deshalb sinnvoll, auf die Erzeugung von OZF(2)-Karten verschiedener Zoomstufen zu verzichten sich auf die 100%-Version zu beschränken.


Remco Castner schreibt zum Thema :
Verwendet man mit der OZI-PC-Version Kartenfiles im sog. BSB-Format ( dort sind die Kalibrierungsdaten bereits im File enthalten ) kann man sich die Kalibrierung sparen. Ein fertiger Kaliberierungsfile im *.map-Format  liegt entsprechend dem Kartennamen im MAP-Unterverzeichnis vor.
Man braucht nur noch die BSB-Karte in OZF2 wandeln und zusammen mit der vorhandenen *.MAP-Datei auf den CE-Rechner schieben. Fertig.
Von Robert Tyrakowski erhielt ich folgende Infos :

Die Umsetzung in das OZF2 Format geht mit IMG2OZF problemlos. Auch die Erzeugeugung der Kalibierungsdateien (.map) geht mit der Trialversion des Oziexplorers im Handumdrehen. BSB Files sind in ein paar Sekunden umgesetzt. Dazu muß man bei der Trialversion über File -> Import Map -> Single BSB chart oder All BSB chats on CD gehen.