Beschaltung der 11pol. Anschlussleise
von Sony/Ericsson-Handys
Nach meinem Wissen hat man bei den allerneusten
Handymodellen des Herstellers ( leider ) auf die serielle
Schnittstelle verzichtet und stattet sie ( neben ggf. IrDA und
Bluetooth ) nur noch mit einem USB-Anschluß aus.
Abb.5 Anschlußleiste für Sony/Ericsson-Handys
Die Anschlussleitungen A-D stellen die Verbindung zum
Alarmbaustein her.
Mit der gezeigten Anschlussleiste sind folgende
Handys von Sony/Ericsson ausgestattet:
SE K700, K700i, S700, S700i, F500, F500i, K500, K500i, T610, T616,
T630, Z600, P900, P908, T226, T226s, T230, T238, T200, T202, T310,
T312, T316, T300,
T302, T306, P800, P802, T39m, T39mc, R520, R520m, R520mc, T65s, T66,
T62u,
T68i, T68m, T68mc, T68ie, z1010, T100, T102, T105, T106, T66, T600,
R600,
R600s, R600sc, A3618, T610, T628, T616, T616, T630, Z200, Z600, Z608
Es spricht Vieles dafür, kann aber im
Einzelfall nicht abgecheckt werden, daß auch ALLE genannten Typen
in Verbindung mit dem Alarmsystem verwendet werden können. Praktisch
getestet
wurde das Modell "T630".
Siehe auch: http://pinouts.ru/data/erics_t28_pinout.shtml
Eigenständiges
Alarmsystem mit Modembaustein "GM862"
Abb.6 Alarmanordnung mit GM862-GSM-Modul
Bisher wurde nur gezeigt, auf welche Weise
das Alarm-Zusatzboard in Verbindung mit "normalen" Handys benutzt
werden kann. Tatsache ist aber, daß 1. die Anzahl der mit einer
seriellen Datenschnittstelle ausgestatteten Handytypen ( zugunsten von
USB-Schnittstellen ) immer weiter zurückgeht und 2.
die Zuverlässigkeit speziell im
Dauereinsatz oft doch nicht ausreichend ist. Ursache dafür ist,
daß
Handys einfach nicht für einen ununterbrochenen Langzeitbetrieb
ausgelegt
sind und es dabei speziell bei der Dauerladung des geräteinternen
Akkus
zu Problemen kommen kann. So ist von SIEMENS-Handys bekannt, daß
der
Geräteakku trotz ständig angeschlossenem Ladegerät nach
einigen
Betriebstagen nicht mehr nachgeladen wurde und das Gerät sich dann
selbstverständlich irgendwann ausschaltete. Auf der Seite: http://www.kh-gps.de/alarm.htm
habe ich u.A. beschrieben, wie man dieses Problem ggf.
behelfsmäßig lösen kann. Letztendlich läßt
sich ein für den Dauerbetrieb vorgesehenes Alarmsystem m.E. aber
nur durch Verwendung eines speziellen GSM-Modems realisieren. Sehr gute
Erfahrungen habe ich dabei mit dem von
Firma: http://www.roundsolutions.de
vertriebenen Modultyp "GM862" gemacht ( Abb.7 ). In unserem Fall lassen
sich
alle verfügbaren GM862-Modulvarianten verwenden, so daß man
auf
die preiswerteste zurückgreifen kann. Der in das Modul integrierte
SIM-Card-Reader
vereinfacht dessen Nutzung. Zur Adaptierung der MMCX-Antennenbuchse auf
z.B.
SMA sind über beide genannten Quellen entsprechende Adapterkabel
erhältlich. Über die oben genannte Seite sind weitere
umfangreiche Informationen
zum Modul verfügbar.
Nicht Jedermanns Sache ist die Beschaltung der winzigen 50pol.
Modem-Anschlußleiste. Um den damit verbundenen Problemen aus dem
Wege zu gehen, wurde das Modul über ein bei http://www.sparkfun.com/commerce
fertig erhältliches Adapterboard ( Abb.8 ) angeschlossen.
Abb.6 zeigt die Zusammenschaltung von Alarmboard und
Modembaustein, wobei sich die für das Modem verwendeten
Anschlußbezeichnungen auf
das SparkFun-Board beziehen.
Die Gesamtanordnung ist mit einer Spannung von 3.6V zu versorgen. Dazu
können z.B. drei in Serie geschaltete Akkuzellen verwendet werden.
Besonders erwähnt sei an dieser Stelle noch die Schaltanordnung
zwischen Processor "U1" Pin14 ( P1.2 ) und dem Modulboardanschluß
"JP1/9". Sie dient der Zuführung des für die
Initialisierung
des Moduls bei der Inbetriebnahme erforderlichen Startimpulses.
Abb.7 GM862-GSM-Modul
Abb.8
GM-862Adapterboard
Wichtig:
Zur Inbetriebnahme eines GSM-Moduls ist in
der Regel auch eine Eingabe der zur SIM-Karte gehörenden
PIN-Nummer erforderlich. Dazu kann z.B. der AT-Befehl: AT+CPIN="xxxx"
benutzt werden, wobei das "xxxx" für den jeweiligen vierstelligen
Zugangscode steht. In unserem Fall müsste die Aussendung des
Befehls durch das Ausführungsprogramm des angeschlossenen
Microcontrollers erfolgen. Aus Gründen der Einfachheit wurde
aber vorerst auf diese Methode verzichtet. Das setzt aber voraus,
daß die PIN-Abfrage der für den Modembetrieb vorgesehenen
SIM-Karte vorher deaktiviert wurde. Dazu ist die Karte kurzzeitig in
ein
beliebiges Handy zu stecken und dieser Vorgang menügesteuert
durchzuführen ( Die Vorgehensweise sollte in dem zum Handy
gehörenden Handbuch beschrieben sein ). Letzendlich muß die
Deaktivierbarkeit der automatischen PIN-Abfrage aber vom jeweiligen
Netzbetreiber zugelassen sein. In Deutschland ist das auf jeden Fall
bei "T-Online", "O2" und inzwischen angeblich (?) auch bei "Vodafone"
möglich. Zu "E-Plus" habe ich diesbezüglich leider
keine Informationen.
Im Falle einer nicht möglichen
Abfrage-Deaktivierung könnte ich die Firmware aber auch
dahingehend erweitern, daß bei jedem Programmstart
standardmäßig z.B. die PIN-Folge "1234" zum Modem geschickt
wird. Das würde aber voraussetzen, daß die benutzte
SIM-Karte vorher in irgendeinem Handy auf diesen Code eingestellt
wurde. Da eine eventuelle Code-Aussendung bei ausgeschalteter
Abfragefunktion ignoriert wird, würde mit dieser Maßnahme
kein weiterer Nachteil verbunden sein.
Zusatzbord und Energieversorgung
Weitere Informationen zum Zusatzbord und
zur Energieversorgung finden sich auch auf meiner TRACKBOX-Seite: http://www.kh-gps.de/tb2.htm
Nachbau
Ein Nachbau ist einfach durchführbar. Die
benötigte Firmware
ist im HEX-Format verfügbar.
Zur Erleichterung des Nachbaus sind auf privater Basis aber auch
kleinere Mengen von Spezialbauteilen, wie bereits programmierte
Processoren, Quarze, Platinen und ggf. auch komplett bestückte und
getestete Boards erhältlich. Interessenten sollten mir eine E-Mail schicken.
E-Mailadresse:
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Geeignete Handystecker gibt es übrigens bei: http://www.handy-stecker.de/