Version vom 31. Oktober 2007
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Subject
: "GSM-CONTROL" simple 3
Channel-Remote-Switch
for use with GSM-Cellular-Radios

Für Funk-Fernschalter gibt es eine Unmenge von
Einsatzmöglichkeiten.
Die meisten der bisher verfügbaren Geräte haben aber
den
Nachteil, dass ihre Funkreichweite sehr begrenzt sind. In der Regel
lassen
sich mit ihnen nur maximal einige 100m überbrücken.
Für
Anwendungen, die eine grössere Distanz erfordern, bietet sich "GSM-CONTROL"
als Lösung an. Durch Verwendung der GSM-Netze sind der Entfernung
zwischen Geber und Auswerter hierbei weltweit kaum noch Grenzen gesetzt.
Die Steuerung kann von jedem halbwegs modernen Telefon oder Handy
in der Regel ohne weitere Zusatzeinrichtungen erfolgen. Die zur
Verwendung
geeigneten Geräte müssen lediglich in der Lage sein,
auf
Tastendruck DTMF-Töne abgeben zu
können.
Notfalls kann dazu aber auch ein preiswert erhältlicher separater
Tongeber benutzt werden.
separate
DTMF-Tongeber
Die Auswertung der Steuerbefehle erfolgt mithilfe des Bausteins "GSM-CONTROL". Er wird dazu mit einem handelsüblichen Handy verbunden. Wie das im Einzelnen geschehen kann und was dabei zu beachten ist, wird weiter unten beschrieben.
"GSM-Control" ist grundsätzlich für den Betrieb von drei Schaltkanälen ausgelegt. Dabei befindet sich auf der Platine allerdings nur das Schaltrelais für den ersten Kanal. Für die Kanäle 2 und 3 werden dagegen lediglich TTL-Steuersignale bereitgestellt und zum Betrieb sind externe Schaltstufen erforderlich.
Die Bedienung ist extrem einfach : Nachdem das mit der
Auswerteinheit
verbundene Handy angerufen wurde und die Verbindung zustandegekommen
ist,
kann eine Steuerung mithilfe von neun verschiedenen ( DTMF- ) Tasten
erfolgen.
Das Ergebnis wird dabei sofort akustisch quittiert. Im Einzelnen sind
folgende
Funktionen möglich :
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Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten der Quittierung :
In der Basisversion erfolgt die Rückmeldung der AUS-Funktion
durch eine Punkt-Strichfolge und für die EIN-Funktion
durch die Aussendung von Punkten.
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"EIN" : Punktfolge ( entspricht Morsecode für "E" ) |
In der alternativ möglichen Komfortversion werden
stattdessen
Sprachspeicherbausteine benutzt. Diese können dazu mit Begriffen
wie
z.B. "EINGESCHALTET" und "AUSGESCHALTET"
besprochen werden ( siehe unten ).
Schaltungsbeschreibung

Am Eingang "AUDIO-IN" ankommende DTMF-Steuertöne
werden
in U1 decodiert. Eine erfolgreiche DTMF-Tonerkennung bewirkt "H-Pegel"
an Pin 15. Das Signal wird mithilfe von ST4 invertiert und bringt LED 1
dabei zum Leuchten. Damit besteht eine einfache Möglichkeit
zur Kontrolle der DTMF-Eingangssignale für Testzwecke.
Die Ausgänge Pin 11-14 von U1 repräsentieren die
jeweils empfangene DTMF-Tonkombination in BCD-codierter Form. Über
die Anordnung ST1-ST3 wird nach jeder Tonerkennung ein kurzer
negativer
Puls an U2 Pin 6 erscheinen und die Übernahme des BCD-Wertes
in den Microcontroller U2 bewirken. Erkennt die im Flash-Speicher des
Controllers
abgelegte Software einen für diese Anwendung relevanten BCD-Code,
so werden daraufhin entsprechende Steuerbefehle erzeugt. Bei Befehl "KANAL
1-EIN" wird U2 Ausgang Pin7 auf "H-Potential" gehen,
während
der gleiche Pin bei Befehl "KANAL1-AUS" nach "L"
geht.
Über diesen Ausgang und Transistor Tr1 wird das Relais Re1
gesteuert.
Der "EIN-Zustand" wird dabei durch LED 2 angezeigt.
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Bestückungsplan
| U1 : MT8870 / MV8870 u.ä. | C9 : 0.1uF |
| U2 : AT89C2051 progr. | C10 : 10uF / 16V |
| U3 : 78L05 | C11 : 0.1uF |
| U4 : SN74HC14 | C12 : 10uF / 16V |
| Tr1 : BC547B u.ä. NPN | C13 : 0.1uF |
| D1 : 1N4001 | R1 : 100k 1/4W |
| D2 : 1N4148 | R2 : 100k 1/4W |
| LED1-3 : Leuchtdioden | R3 : 270k 1/4W |
| X1 : Quarz 3.579 MHz | R4 : 100k 1/4W |
| Re1 : omrom G6C-1117P
( Note 1 ) |
R5 : 100k 1/4W |
| C1 : 0.1uF | R6 : 10k 1/4W |
| C2 : 0.1uF | R7 : 22k 1/4W |
| C3 : 10uF / 16V | R8 : 470 Ohm 1/4W |
| C4 : 0.1uF ( Note 2 ) | R9 : 470 Ohm 1/4W |
| C5 : 10uF / 16V ( Note 3 ) | R10 : 47k 1/4W |
| C6 : 10uF / 16V ( Note 3 ) | R11 : 470 Ohm 1/4W |
| C7a-e : 5 x 0.1uF ( Note 4 ) | Rx : 1K ( Note 5 ) |
| C8 : 10uF / 16V | P1 : 47k |
Bei den integrierten Schaltkreisen U1,U2 und U4 handelt es jeweils um die Versionen im DIP-Gehäuse ( Dual in Line Plastik )
NOTE 1 : Bei Verwendung eines niederohmigeren 5 bis 6V-Relaistyps
kann die Umdimensionierung einiger Schaltstufenbauteile
erforderlich werden. So verwendet Rainer Emling anstelle des 180
Ohm-Originaltyps
einen solchen mit einer 80 Ohm-
Erregerwicklung. Er schlägt für "Tr1" die Verwendung eines
Darlington-Transistors
BC517 und für den Basiswiderstand
"R7" einen Wert von 56KOhm vor.
NOTE 2 : nur bei Betrieb ohne Sprachausgabebausteine
NOTE 3 : nur bei Betrieb mit Sprachspeicherbausteinen
NOTE 4 : Fünf auf der Platinenfläche verteilte
Abblockkondensatoren,
die zwischen +5V und Masse geschaltet sind
NOTE 5 : Widerstand ( oder Mikrofon ) ggf. erforderlich bei
Freisprecheinrichtungen
für NOKIA-Geräte

Bauteileanordung für zusätzliche Schaltstufen.
Die Steuerung erfolgt über "U2" Pin 18 ( Kanal 2 )
oder
Pin 19 ( Kanal 3 ). Als Relais kommen grundsätzlich ca.
5-12V-Versionen
infrage. Zur Vermeidung von Überlastung des Spannungsregles "U3"
sollte
man für zusätzliche Schaltstufen besser 9-12V-Relais
verwenden
und diese aus
der für die Gesamtbaugruppe zur Verfügung stehenden
Betriebsspannung
mitversorgen.
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Hinweis : Der angegebene Gerätestecker kann auch in Verbindung
mit den aktuellen Siemens-Geräten der 45er-Serie benutzt werden.
Da sich von diesen Einrichtungen im Wesentlichen aber doch nur die Gerätestecker nutzen lassen, könnte man auch auf die Idee kommen, das benötiget Adapterkabel komplett selbst bauen zu wollen. Das würde aber bedeuten, dass man sich die schwer erhältlichen Spezialstecker besorgen müsste und zudem auch die zu ihrer Beschaltung notwendigen Schnittstelleninformationen vorhanden sein müssten. Da ist es doch wesentlich einfacher, stattdessen die fertige Einheit zu verwenden und dabei Hörer und Mikrofon zu entfernen. Übrig bleiben dann nur der konfektionierte Spezialstecker und zwei abgeschirmte Kabelenden, über die sich die Tonverbindungen mit der Einheit "GSM-CONTROL" herstellen lassen.

12pol. Anschlussstecker für Siemens-Handys
Wer sich für das Innenleben des Anschlussteckers einer einfachen portablen SIEMENS-Freisprecheinrichtung interessiert, der findet hier das zugehörige Schaltbild. Einzige Besonderheit ist die Brücke von Pin 8 nach Pin 9. Mit ihrer Hilfe ist der automatische Rufannahmebetrieb möglich.
Anm:
Zum Anschluss von Siemens-Handys der 45er-Serie ist am 12pol.
Stecker
ggf.noch eine Brücke von Pin9 nach Pin1 erforderlich. Portable
FSE,
bei denen der Handystecker nur teilweise mit Kontaktfedern
bestückt
sind, lassen sich in diesem Falle nicht verwenden.

Zur Adaption von Standard-Headsets gibt es von HAMA
für alle gängigen Handys verschiedener Hersteller
typenspezifische
Adapter. Auch mit ihrer Hilfe lassen sich die Einheit "GSM-CONTROL"
und das Handy miteinander verbinden. Dazu ist lediglich ein gemäss
Abbildung beschalteter 2.5mm Stereo-Klinkenstecker erforderlich.
"MIC" ist mit dem Tonausgang und "EAR" mit dem Toneingang der
Baugruppe
zu verbinden.
Headset-Adapter sind in verschiedenen Ausführungen z.B. bei ELV , REICHELT oder CONRAD erhältlich ( Preis ca. 7 bis 8 Euro ).
Die Adapterversion für die 25er, 35er und 45er-Siemens-Modelle habe ich erfolgreich in Verbindung mit GSM-CONTROL getestet.

Zur Verbindung des Adapters mit GSM-CONTROL
ist ( wie auf dem Bild sichtbar ) ein 2.5mm-Stereo-Klinkenstecker
erforderlich.
Anschluss MIC ist mit dem Audio-Ausgang und
EAR
mit dem Audio-Eingang der Baugruppe zu verbinden.
HINWEIS:
Es wurde von Freisprechadaptern für Nokia-Geräte
berichtet,
bei denen am Mikrofoneingang zusätzlich zum Tonausgang der
Schaltbaugruppe
auch noch das Mikrofon selbst angeschlossen werden musste. Vielleicht
kann
stattdessen aber auch ein Widerstand ( ca. 1KOhm ) verwendet werden. Es
ist allerdings nicht bekannt, ob diese Massnahme bei ALLEN Versionen
von
Nokia-Freisprecheinrichtungen erforderlich ist.
Ein Verbindungsabbruch ist von der abfragende Stelle jederzeit möglich.
HINWEIS
Üblicherweise muss die Funktion "AUTOMATISCHE RUFANNAHME"
bei
neuen Handys erst aktiviert werden. Über die dazu im
Gerätemenü
erforderlichen Bedienungsschritte gibt das zugehörige Handbuch
Auskunft.
Handy-Fremdversorgung für
Dauerbetrieb
Für den Dauerbetrieb der Einheit "GSM-CONTROL"
sollte auch das verwendete Handy aus einer externen Quelle versorgt
werden.
Bei Geräten mit einem separaten Ladeanschluss ist das auch kein
Problem.
Hier muss nur das zum Gerätetyp passende Netz- oder
Fahrzeugladegerät
parallel angeschlossen werden. Es gibt aber auch Handys, bei denen
Freisprecheinrichtung
und Ladegerät über die gleiche Steckverbindung angeschlossen
werden. Am Beispiel der Siemens-Geräte wird nun beschrieben, wie
auch
in diesen Fällen eine Fremdversorgung ( oder besser : Dauerladung
) realisiert werden kann :

Anmerkung :
Die Bezeichnungen beziehen sich auf die Handy-Seite. Audio-In
muss somit mit dem Tonausgang
und Audio-Out mit dem Toneingang der Baugruppe GSM-CONTROL
verbunden
werden.
Im Originalzustand der Freisprecheinrichtung sind Mikrofon an den
Pins 9 (-) und 10 (+) und Hörer an 11 und 12 angeschlossen. In
unserem
Falle werden nun zwar Mikrofon und Hörer nicht benötigt und
es
sind stattdessen die Verbindungen mit dem Tonein- bzw. ausgang der
Baugruppe
GSM-CONTROL
herzustellen. Darüberhinaus ist dem Handy auch noch das
Vorhandensein
einer externen Einheit zu signalisieren. Dazu wird ein 15k-Widerstand
von
Pin 7 gegen Masse geschaltet. Ohne diese Massnahme ist eine
automatische
Rufannahme nicht möglich.
Für den Handydauerbetrieb muss den Pins 1 (-) und 3
(+)
zusätzlich die Ladespannung für den handyinternen Akku
zugeführt
werden. Dazu kann entweder das Originalladegerät ( mit
abgeschnittenem
Gerätestecker ) oder eine separate Version benutzt werden. Das
verwendete
Ladegerät sollte dazu bei einer Ausgangsspannung zwischen ca. 6
und
8 Volt einen Dauerstrom von mindestens 500mA liefern können.
Weitere
Hinweise zur Auswahl findet man auch hier und hier.
Zu berücksichtigen ist, dass die Anschlussstecker der portablen Freisprecheinrichtungen ( und auch der Ladegeräte ) bei vielen Versionen nicht komplett mit Kontaktpins ausgerüstet sind. Das hat leider zu Folge, dass zur Realisierung der oben beschriebenen Lade-Beschaltung ggf. noch zusätzlich ein voll bestückter Handystecker erforderlich ist. Eine geeignete Bezugsquelle findet man hier : http://www.handy-datenkabel.de/deutsch/produkte/datenstecker/index_handystecker.htm
Denkbar ist auch die Verwendung des bereits oben erwähnten HAMA-Festadapters. Er ist mit allen Anschlusskontakten bestückt ( siehe Bild unten ) und lässt sich somit leicht mit den Ladeanschlüssen und dem erforderlichen Zusatzwiderstand erweitern.

Anmerkung : Es ist peinlichst darauf zu achten, dass die Zuführungsleitungen nicht verpolt angeschlossen werden und zwischen den benutzen Pins und ihren Nachbarn auch keine ungewollten Schlüsse entstehen können ( ggf. Abschirmschläuche verwenden ).
Für eventuelle Schäden, die in Verbindung mit meinen Hinweisen stehen, kann ich selbstverständlich keine Haftung übernehmen.
Ich habe Fertigbausteine verwendet, wie sie z.B. von Conrad-Elektronik für ca. 8 Euro erhältlich sind ( Prod.-Nr. 13 00 17 ). Sie erlauben das Aufnehmen und Wiedergeben von Sprache bis zu 20 Sec. ( Anwendungshinweise werden mitgeliefert ).
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Ein Optokoppler stellt dabei die galvanische Trennung zwischen Netz- und Steuerseite sicher. Zur Steuerung dient eine Gleichspannung im Bereich von 4 bis 18 Volt. Die Spannung kann der Baugruppe GSM-CONTROL entnommen und über Relais Re1 geschaltet werden.
Komplettbausatz Best.-Nr.
20-392-11
€ 14.95
Fertiggerät
Best.-Nr. 20-432-71 € 24.95
* programmierte Processoren AT89C2051 (U2)
* Quarze 3.579 MHz (X1)
Die Platinen für "GSM-CONTROL" sind leider nicht mehr
verfügbar. DTMF-Decoderbausteine MT8870 o.ä. *
(U1) gibt es z.B. bei Fa. Conrad
und Relais G6C-1117P bei Fa. Reichelt
)
* Der DTMF-Decoderbaustein ist schon seit vielen Jahren auf dem
Markt.
Ursprünglich wurde er unter dem Namen MV8870 von GEC/Plessey und
später
unter MT8870 ( genaue Bez. ist MT8870DE für die 18pin-DIP-Version
) von Mitel vertrieben. Nachdem Fa.
Zarlink aus Canada die Halbleiterprodukion von Mitel
übernommen
hat, gibt es den Baustein mit gleicher Bezeichnung
jetzt
von dieser Firma.
Baugleiche Ersatztypen gibt es von verschiedenen Herstellern auch
unter den Namen : CM8870PI, HT9170B, UM92870C oder
KT3170.

