"STARDEC3"
oder Decodierung von D-STAR-Navigationsdaten unter Verwendung von ARDUINO-Boards
Stand 11. Juni 2012

Stand-Alone-Decoder for "GPS-" as well as "GPS-A"-Data as provided by all D-STAR-RADIOS ( via data port ); calculation of distances and bearings; using fix reference position data ( user storable with processor EEPROM ) or live data from attached GPS receiver; showing QTH Locator and other values; using cheap ready made ARDUINO-Hardware.
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Abb.1  Decodieranordnung ( hier noch ohne externen GPS-Empfänger )

Schon seit mehreren Jahren beschäftige ich mich mit eigenständigen Microcontrollerlösungen zur Decodierung der von u.a. allen ICOM-D-Star-Funkgeräten bereitgestellten GPS-Navigationsdaten empfangener Stationen und möchte in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die älteren Versionen dieses Projektes verweisen  [1],[2]. Zur Vereinfachung des Nachbaus entstand nun aber die Idee, hierfür die preiswert erhältlichen ARDUINO-Boards [3] bzw. die dazu passenden sog. Shields zu nutzen. Bei Letzteren handelt es sich um entsprechend ihrer Funktion bestückte oder bestückbare Aufsteckplatinen ) [4],[5]. Mit dem Prozessor-Board "UNO" oder auch der Vorgängerversion "DUEMILLANOVE" und einem aufgesteckten 2x16 Zeichen-LCD-Shield gelangt man dabei zu einer Einheit, mit der sich die vorgesehenen Aufgaben bereits weitgehend abdecken lassen. Nachdem die D-Star-Funkgeräte aber mit einer RS232-Datenschnittstelle ausgestattet sind, das ARDUINO-Board dagegen nur zur Verarbeitung von seriellen Signalen mit TTL-Pegel eingerichtet ist, wird zusätzlich noch die Zwischenschaltung eines RS232 zu TTL-Pegelwandlers nötig. Diese Aufgabe lässt sich auf elegante Weise mit IC-Bausteinen, wie z.B. den "MAX232" u.ä. erfüllen. Die an dieser Stelle benötigte Bauteileanordnung ist dabei für wenige Euros auch in Form von Komplettbausätzen [6],[7] einschliesslich Platine erhältlich und erlaubt damit den sehr einfachen Nachbau.
Hier noch einmal zu den Funktion der Decoderanordnung: Aus den vom DSTAR-Gerät via Funk empfangenen Navigationsdaten verschiedener Gegenstationen einerseits und den als Referenz dienenden lokalen Positionsdaten andererseits berechnet der Decoder die Entfernungs- und Richtungswerte, die daraufhin gemeinsam mit dem Rufzeichen des Absenders zur Anzeige kommen. Darüber hinaus können aber auch ggf. vom Absender übertragene Kurztexte, sowie die als Längen- und Breitengradwerte oder im Maidenhead-Locator-Format vorliegenden Positionsdaten der Gegenstationen angezeigt werden. Ebenfalls ist eine Darstellung ihrer möglichen Bewegungsgeschwindigkeit, richtung und Höhe möglich.
Als Refernez-Standortdaten kann es sich um solche handeln, die vom Anwender dazu vorher fest im EEPROM-Bereich des Prozessors abgelegt wurden. Alternativ dazu können aber auch von einem angeschlossenen GPS-Empfänger stammende Live-Daten verarbeitet werden. Letzterer Modus bietet sich für den Betrieb an wechselnden Standorten ( Mobilbetrieb ) an. Für den Feststationseinsatz ist es dagegen ausreichend, auf die im Prozessor ablegbaren Fix-Referenzdaten zurückzugreifen. Ein zusätzlicher GPS-Satellitenempfänger ist dabei dann selbstverständlich auch nicht mehr erforderlich.

Beschreibung der Decoderanordnung


Abb.2  Zusammenschaltung der für den Decoderbetrieb erforderlichen Baustufen

Die Zusammenschaltung der einzelnen Bestandteile des Decoders geht aus Abb.2 hervor. Haupteinheiten sind das Board "ARDUINO UNO" mit dem darauf befindlichen ATMEL-Processor "ATMEGA328", sowie einem USB-Interfacebaustein und den zur Aufbereitung der Spannungsversorgung benötigten Bauteile. Die Energieversorgung des Boards kann entweder mit 5V über seinen USB-Anschluss oder mithilfe einer externen Spannung aus dem Bereich von etwa 7-15V erfolgen. Als Aufsteckplatine gibt es das sog. "LCD Shield" [5], das im Wesentlichen ein handelsübliches HD44780 kompatibles 2x16-Zeichen LC-Display trägt. Durch Aufstecken auf die UNO-Hauptplatine werden die zu seiner Steuerung benötigten Querverbindungen ( Arduino-Pins 4-10 ) hergestellt.
Die am Datenausgang der DSTAR-Empfänger verfügbaren Empfangsssignale werden dem RS-232-Eingang des Pegelwandlerbausteins ( Sub-D-Buchse, Pin 2 ) zugeführt. Mit TTL-Pegel stehen sie an seinem "TxD"-Ausgang wieder zur Verfügung und gelangen von hier aus an den seriellen UART-Eingangsport ( Arduino-Pin 0 ) des UNO-Bausteins. Bei allen bekannten D-STAR-Geräten hat es sich darüberhinaus als nötig erwiesen, zusätzlich auch deren Dateneingang zu beschalten. Im einfachsten Fall genügt es hierfür, einen ansonsten unbenutzten  RS232-Ausgänge ( z.B. Sub-D-Buchse Pin3 ) zu nehmen und ihn mit dem Data-Eingang des Funkgerätes zu verbinden. Wer möchte, der kann dabei zusätzlich auch noch den bisher unbeschalteten "RxD"-Pin an die 5V-Versorgungsleitung legen. Wichtig ist nur, dass sich am Dateneingang des Funkgerätes RS-232-Ruhepegel ( ca. -5 bis -15V ) einstellt. Das ist z.B. auch automatisch dann der Fall, wenn hier alternativ der RS-232-Ausgang eines GPS-Empfängers angeschlossen wurde.
Der Decoder erlaubt die Auswahl verschiedener LCD-Fensterdarstellungen ( Tabelle1 ). Ihre Anwahl erfolgt über den auf dem LCD-Shield befindlichen Taster mit der Bezeichnung "RIGHT". Von Haus aus ist diese Taste mit dem Port-Eingang "A0" verbunden, wobei dieser Eingang im vorliegenden Fall aber ohne Funktion ist. Nachdem die Umschaltung zwischen den einzelnen Fenstern stattdessen über kurze negative Pulse am Interrupt-Port PD2 ( Arduino-Pin 2 ) gesteuert wird, ist eine zusätzliche Drahtbrücke zwischen genanntem Punkt und Pin "A0" herzustellen. Mit Ausnahme der "RST"-Taste werden ansonsten keine weiteren der vorhandenen Taster verwendet, so dass diese ggf. auch ausgelötet werden können. 

Fenster
Anzeigefunktionen
1
(Abb.4)
Absender-Call, GPS-Mode, GPS-Validity, QTH-Locator, Distanz, Winkel, CRC-Check, Upcounter
2
(Abb.5)
Absender-Call, GPS-Mode, GPS-Validity, QTH-Locator, Zusatztextzeile
3
Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung der Gegenstation, Absender-Call, Upcounter
4
Breiten- und Längengrad der Gegenstation, Absender-Call, Upcounter 
5
Höhenwerte der Gegenstation, Absender-Call, Upcounter
Tabelle 1  LCD-Anzeigefenster ( siehe auch Abb.4 und Abb.5 )

Die Porteingänge "A1" bis "A5" dienen der Anwahl verschiedener Betriebzustände. Nachdem sie durch chipinterne Pull-Up-Widerstände bereits im unbeschalteten Zustand auf "H"-Pegel gezogen wurden, sind zur Anwahl dieses Zustandes keine zusätzlichen Verbindungen mit der 5V-Leiste erforderlich. Um dagegen einzelne Ports in den "L"-Zustand zu versetzen, sind sie jeweils mit der Masseleiste zu verbinden.
Die einzelnen über die genannte Ports anwählbaren Funktionen sind aus Tabelle2 ersichtlich. Dazu ist anzumerken, dass es bei D-STAR-Übertragungen sinnvoll ist, nur die Daten solcher Eingangsprotokolle auszugeben, bei denen vorher ein erfolgreicher Prüfsummentest erfolgte. Damit sollte die über "A1" schaltbare CRC-Prüfung immer aktiviert bleiben. Leider schützt das allerdings nicht vor Fehlauswertung der im GPS-Modus ohne Prüfsumme übertragenen Textzeilen ( siehe dazu auch weiter unten ).
Über "A2" kann zwischen einer Verwendung der im EEPROM-Bereich abgelegten und den von einem angeschlossenen GPS-Empfänger live empfangenen Referenzdaten gewählt werden. Während "A3" und "A4" die Anwahl von zwei unterschiedlichen Datenraten für angeschlossenes Funkgerät und GPS-Modul erlauben, ist der zur Eingabe von Referenz-Positionsdaten benutzte Konfigurations-Modus über "A5" einschaltbar.


Tabelle 2   Betriebsfunktionen

Wie schon oben einmal erwähnt, wird das in Abb.2 eingezeichnete GPS-Modul nur für den Einsatz an wechselnden Standorten benötigt. Grundsätzlich ist hier die Verwendung unterschiedlichster GPS-Empfängertypen möglich. Wichtig ist dabei allerdings, dass sie eine serielle Datenschnittstelle besitzen und NMEA-Datenprotokolle des hier zur Auswertung kommenden Typs "GPRMC" bereitstellen können. USB- oder Bluetooth-Versionen können an dieser Stelle somit nicht benutzt werden.


Abb.3 Das derzeit von mir benutzte GPS-Empfängermodul [15]

Ist der GPS-Empfänger mit 5V versorgbar, so kann diese Spannung direkt dem Arduino-Board entnommen werden. Empfängerversionen mit TTL-Datenausgang lassen sich direkt an den als Soft-UART-Eingang arbeitenden Arduino-Pins 3 ( Port PD.3 ) anschliessen. Für solche mit RS-232-Datenausgang ist dagegen der Umweg über den Pegelwandlerbaustein zu gehen, wozu auch die Verbindung an "x" aufzutrennen ist. Zur Pegelwandlung kann dann auf einfachste Weise der ursprünglich für das "RTS"-Signal vorgesehene Zweig genutzt werden. 
Decodiert werden beide von den D-STAR-Geräten unterstützten GPS-Übertragungsformate ( siehe dazu auch weiter unten im Abschnitt:  "DATENFORMATE DER D-STAR-GERÄTE" ). Über ihr Menü lassen sich die zur Aussendung kommenden Navigationsdatenprotokolle auswählen. Dabei kann zwischen dem "GPS-Mode" mit fünf verschiedenen NMEA-Protokolltypen zuzüglich einer Zeile mit Absender-Call und möglichem Kurztext einerseits und dem sogenannten "GPS-A"-Format andererseits gewählt werden. Die NMEA-Protokolle enthalten unterschiedlichste Navigationsdaten, wobei die zur Positionsübertragung erforderlichen Informationen, wie z.B. Längen- und Breitengraddaten nur in den Datensätzen: "RMC","GGA" und "GLL" vorkommen. Zur Reduzierung der zur Aussendung kommenden Datenmengen ist es dabei sinnvoll und auch völlig ausreichend, nur die beiden erstgenannten Protokolltypen im Gerätemenü auszuwählen.


Abb.4  LCD-Hauptfenster ( siehe dazu auch Tabelle1 )


Abb.5  LCD-Fenster mit Anzeige eines empfangenen Textes in der unteren Zeile

Software/Firmware

Das im Speicherbereich des verwendeten Prozessors abzulegende Betriebsprogramm ( Firmware ) wurde in BASCOM-AVR geschrieben und hier an den standardmäßig eingesetzten Typ "ATMEGA328" angepasst ( Zur Nutzung von BASCOM-Programmen unter Arduino-Hardware siehe auch den Abschnitt: "WAS IST ARDUINO?" ). Das zugehörige HEX-File wird hier in Kürze herunterladbar sein. Um seinen Inhalt in den Prozessor brennen zu können, benutze ich üblicherweise einen kleinen preiswerten USB-Stick-Programmer der Firma "MYAVR" [9]. Von der Homepage der gleichen Firma ist auch die passende Programmiersoftware herunterladbar. Jetzt ist nur noch die vom Stick ausgehende Verbindung mit dem ICSP-Anschluss des Arduino-Boards herzustellen und am PC z.B. die genannte Programmiersoftware zu starten.
Probleme gab es bei mir dagegen mit der vom BASCOM-AVR-Compiler bereitgestellten ARDUINO-Programmierfunktion, so dass ich ihre Verwendung anschliessend nie wieder versucht habe. Darüberhinaus soll es zum Laden von BASCOM-Programmen auch nutzbare Bootloaderlösungen geben, was den Einsatz des separaten Progammieradapters erübrigen würde, aber das ist ein Weg, der von mir erst noch zu "beforschen" sein wird.

Die EEPROM-Ablage von Referenzpositionen
Eine vom Anwender gewünschte Referenzposition lässt sich dauerhaft im EEPROM-Bereich des Prozessors ablegen, wobei sie bei Bedarf aber auch jederzeit wieder überschrieben werden kann. Zur Eingabe ist das Arduino-Board über seine USB-Buchse mit einem PC zu verbinden und hier ein handelsübliches Terminalprogramm wie z.B. TeraTerm [14] zu starten. Vorher ist es jedoch erforderlich, den zum Board passenden USB-Treiber installiert zu haben, wobei er im Zweifelsfall hier [13] zu finden ist. Über den Windows-Gerätemanager ist anschliessend der bei Anschluss des Arduino-Boards belegte virtuelle Com-Port zu ermitteln. Die Schnittstelle des Terminalprogramms ist daraufhin entsprechend dieses Wertes einzustellen. Zudem ist hier auch noch die verwendete Datenrate ( default: 9600bps ) auszuwählen.
Nach erfolgter Verbindung des PC's mit dem Arduino-Board ist dieses im Konfigurations-Modus in Betrieb zu nehmen. Dazu ist sein Port-Eingang "A5" auf Masse zu legen und ein Programmneustart durchzuführen. Bei aktiviertem Terminalprogramm sollte daraufhin am PC-Bildschirm der in seine Richtung gesandte und auf den Konfigurationsmodus hinweisende Starttext erscheinen. 
Über die PC-Tastatur lassen sich jetzt die zur Speicherung gewünschten Referenzwerte von Breitengrad und Längengrad eingeben. Dabei ist das Format Gradzahl mit ggf. mehreren Nachkommastellen zu benutzen. Liegen die Werte nur in einem anderen Format, wie z.B. "[G]GG,MM,SS" oder "[G]GG,MM.mm" vor, so sind sie entsprechend umzurechnen, wozu auch die untenstehende Anleitung Hilfestellung leisten kann. Bei Progammen wie z.B. "GOOGLE EARTH" lässt sich die Cursor-Position aber auch schon direkt im benötigten Gradformat anzeigen.
Alle Werteingaben sind mit Zeichen "#" abzuschliessen. Es ermöglicht der Betriebssoftware die spätere Enderkennung.
Zur Kontrolle werden die Eingaben anschliessend noch einmal ausgelesen und angezeigt. Nach evtl. Fehleingaben ist der Arduino-Prozessor neu zu starten und die gesamte Eingabeprozedur zu wiederholen.
Nach erfolgreichem Abschluss aller Eingaben ist die Massebrücke an Port "A5" wieder aufzutrennen und die Verbindung mit dem PC zu kappen. Ein Neustart des Decoder-Betriebsprogrammes wird jetzt wieder im normalen Betriebsmodus erfolgen.


Beispiele der Umrechnung von Positionsdaten in das Gradformat ( [G]GG.ggg )

Nachbau

Durch die Verwendbarkeit fertig erhältlicher ARDUINO-Boards und auch von Bausätzen für die Pegelwandlung ist ein Nachbau sehr einfach durchführbar. Das zum Programmieren des Atmega-Prozessors benötigte HEX-File wird hier in Kürze herunterladbar sein. Daneben beabsichtige ich, in kleinen Mengen auch bereits programmierte Prozessoren auf privater Basis anzubieten. Um sie später gegen den mit dem Board gelieferten Chip austauschen zu können, ist es allerdings erforderlich, an dieser Stelle nur die mit einer DIL-Fassung für den Prozessor ausgestattete Version des ARDUINO-UNO-Boards ( gem. Abb.8 und 9 ) zu verwenden. Bei Programmierung über den ICSP-Anschluss ist  eingesetzte Boardversion dagegen ohne Belang.    

    
Abb.6  und Abb.7   Belegung des Funkgerätesteckers und seine ggf. notwendige Nachbearbeitung ( siehe Text )

Während ich dieses Problem mit zwei älteren der hier vorhandenen D-Stargeräten ( IC-91E und IC-U82 ) nicht hatte, bestand bei dem neuen Handfunkgerät "ID-31" die Schwierigkeit, dass die handelsüblich erhältlichen 2.5mm-Stereo-Klinkenstecker nicht tief genug in die Datenbuchse des Gerätes einsteckbar waren, womit sich an dieser Stelle häufige Kontaktprobleme ergaben. Die gleichen Schwierigkeiten gab es anfänglich auch mit dem von mir benutzten Kabeladapter "NFKE SW-25" von Fa. Reichelt [8]. Durch nachträgliches Bearbeiten bzw. Abschleifen seines aus Hartgummi bestehenden Steckerkörpers ( siehe dazu den roten Ring in Abb.7 ) liessen sich diese jedoch leicht beseitigen.

Was ist ARDUINO ?

Bei ARDUINO handelt es sich um eine aus Italien stammende, inzwischen sehr weit verbreitete Hard- und Softwareplattform für Microcontrolleranwendungen. Es kommen dabei Prozessoren der ATMEGA-AVR-Serie von Firma ATMEL zum Einsatz. Im Original erfolgt die Programmerstellung üblicherweise in der Sprache "C++", aber die erhältliche Hardware lässt sich auch sehr gut für Projekte verwenden, die unter Benutzung einer anderen Programmiersprache, wie z.B. "BASCOM-AVR" erstellt wurden.
Das aktuelle Basisboard ist der "ARDUINO-UNO REV.3" ( Abb.8 und 9 ). Sein Vorgänger war das ebenfalls noch verwendbare, inzwischen aber schon legendäre "DUEMILLANOVE"-Board ( italienisch für "2009" ).  Darüber hinaus gibt es auch erweitere und abgespeckte Boardversionen, wobei diese für unsere Anwendung aber weniger oder garnicht geeignet sind.



Abb.8 und Abb.9 Board "ARDUINO-UNO" ( DIL-Version ) und "Proto Universal Shield" ( zur Grossdarstellung anklicken )

Die Datenformate der D-STAR-Geräte

Bei D-Star-Geräten lassen sich GPS-Navigationsdaten unter Verwendung von zwei verschiedenen Formaten aussenden. Nach entsprechender Einstellung werden diese noch näher zu beschreibenden Datenformate im "Low-speed data communications Kanal" der Geräte übertragen. Nach Funkempfang stehen sie auch an der seriellen Empfängerschnittstelle wieder zur Verfügung. Datenaussendungen können entweder parallel zur Sprachübertragung bei gedrückter Mikrofontaste oder als automatische Bakenaussendungen in vorgewählten Zeitintervallen erfolgen. Nachteilig beim D-STAR-System ist leider das Fehlen jeglicher Mechanismen zur Erkennung von z.B. auf dem Funkweg auftretenden Störungen.

1. GPS-FORMAT ( DV-G )

Tabelle 3:  Beispiel für GPS-Format, bestehend aus NMEA-Protokoll[en] plus Textzeile

Hierbei erfolgt die Aussendung eines oder mehrerer NMEA-Protokolle mit einer zusätzlichen, auch das Absender-Rufzeichen enthaltenden Textzeile. Bei der Menüauswahl möglicher NMEA-Protokolltypen macht es Sinn, sich auf die zur Übermittlung der wichtigsten Navigationsdaten unbedingt notwendigen Typen zu beschränken, als da sind "GPGGA" und "GPRMC". Obwohl teilweise auch redundante Informationen enthaltend, ist dennoch eine Anwahl beider Protokolle sinnvoll. Der Grund dafür ist, dass einzelne Informationen wie z.B. Höhenwerte oder Bewegungsrichtung und Kurs in nur jeweils einem der beiden Protokolltypen bereitgestellt werden. Am Ende der eigentlichen Protokolle ist immer auch noch eine aus zwei Hex-Zeichen bestehende Prüfsumme zu finden. Sie ermöglicht eine weitgehende Kontrolle der davorstehenden Zeileninhalte und kann somit zur Erkennung von Übertragungsfehlern benutzt werden.
Eine besondere Bewandnis hat es mit der am Ende stehenden Zusatzzeile. An ihrem Beginn steht das Rufzeichen der absenden Station ( ohne SSID ). Dieser Eintrag muss immer achtstellig sein, wobei nicht benötigte Stellen durch Leerzeichen ( ASCII-Char.: 0x20 ) aufzufüllen sind. Vor einem möglichen, frei gestaltbaren Text muss an Position 9 in jedem Fall ein Komma eingefügt sein. Der Nachteil ist, dass diese Zeile keine zusätzliche Prüfsumme enthält, womit auf der Auswertseite auch keine Möglichkeit zur Erkennung eventueller Übertragungsfehler besteht. Alternativ hierzu liesse sich zwar auch eine Gestaltung der Zeile gemäss der in [12] beschriebenen D-PRS-Festlegungen mit angefügter Prüfsumme realisieren. Wegen des damit verbundenen Nachteils, dass die Inhalte aller hierzu nicht kompatiblen Textzeilen anschliessend nicht decodierbar sein würden, wurde auf eine generelle Anwendung dieses Verfahrens verzichtet. Sinn dürfte es allerdings machen, an dieser Stelle zumindest den eine
Übertragung unterschiedlicher Icon-Symboldaten ermöglichenden Buchstabencode zu benutzen und ihm im Anschluss an das Komma einzufügen ( siehe auch das Beispiel in Tabelle 3 ).

2. GPS-A-FORMAT  (DV-A)

Tabelle 4:  Beispiel für "GPS-A"-Format


Alternativ zu den NMEA-Formaten erlauben die meisten D-STAR-Geräte auch eine Positionsdatenausgabe im sogenannten "GPS-A"-Format. Charakteristisch ist hierbei der Header mit der Zeichenfolge "$$CRC" gefolgt von einer vierstelligen CRC16-Prüfsumme. Nach Kommaabtrennung folgen das Absender-Call und einige auf der Auswertseite nicht unbedingt zu berücksichtigende Daten. Wichtig sind erst wieder die Zeileninhalte im Anschluss an den Doppelpunkt. APRS-Freaks mag auffallen, dass sie völlig identisch mit einem auch bei APRS benutzten Format sind ( und damit eine ggf. zu realisierende Decodierung natürlich stark vereinfachen ). Der Vorteil des "GPS-A"-Formates besteht darin, dass alle relevanten Navigationsdaten einschliesslich Absender-Call, APRS-Symbol und -tabelle und ggf. auch Geschwindigkeits-, Kurs-, sowie Höhenwerte, sowie zusätzliche Kurztexte in EINER Zeile vereint sind und sich dadurch mithilfe der Prüfsumme immer auch für das Ganze eine wirksame Übertragungsfehlerkontrolle realisieren lässt. Somit ist meines Erachtens diesem Format in der D-STAR-Praxis immer der Vorzug zu geben.

ICOM "ID-31A/E"
Menüeinstellungen zur GPS-Nutzung 

Um die von empfangenen Stationen stammenden Navigationsdaten mit dem hier beschriebenen Converter verarbeiten zu können, muss dafür Sorge getragen werden, dass sie an der Datenbuchse gem. Abb. 6 und 7 auch zur Verfügung stehen. Dazu sind im Menü des "ID-31" folgende Einstellungen vorzunehmen:

GPS OUT = "OFF" ( anwählbar über: MENÜ > GPS > GPS Set > GPS Out)

Wichtig ist zudem, dass Funkgerät und Decoder auf eine übereinstimmende serielle Datenrate eingestellt sind. Nachdem beide Einheiten hierbei sowohl mit 4800bps als auch mit 9600bps arbeiten könnten, muss nur sichergestellt werden, dass eine Übereinstimmung besteht.

"BaudRate" kontrollieren bzw. einstellen ( anwählbar über Menü > Function > Data Speed )

Sollen auch ( GPS- ) Navigationsdaten zur Aussendung kommen, so ist vorher noch eine geeignete Navigationsdatenquelle auszuwählen:

GPS SELECT   =   "int GPS" ( Verwendung der Daten des geräteinternen GPS-Empfängers )
                       oder "ext GPS" ( Verwendung der Daten eines über den Dateneingang angeschlossenen
                                                      externen GPS-Empfängers ) 
                       oder  "manual" ( Verwendung fest eingebbarer, GPS-unabgängiger Positionsdaten ) 
                                 ( anwählbar über: MENÜ > GPS > GPS Set > GPS Select

Zur Aussendung stehen darüberhinaus zwei ( weiter oben schon näher beschriebene ) unterschiedliche Protokollformate zur Auswahl:

GPS MODE =       "GPS    (DV-G )"
                      oder  "GPS-A (DV-A)" 
                                 ( anwählbar über: MENÜ > GPS > GPS Set > GPS Mode

Linkliste

   [1]  http://www.kh-gps.de/stardec.htm
   [2]  http://www.kh-gps.de/stardec2.htm
   [3]  http://www.watterott.com/de/Arduino?x17283=10944eced33fc473d69dc5c88ab737ac
   [4]  http://www.dfrobot.com/index.php?route=product/product&product_id=51
  
[5]  http://www.komputer.de/zen/index.php?main_page=product_info&cPath=30&products_id=170&zenid=1b173f524dcea9b308e4f726f0a02fe1
   [6]  http://www.pollin.de/shop/dt/MzY5OTgxOTk-/Bausaetze_Module/Bausaetze/RS232_TTL_Wandler_Bausatz.html
   [7]  http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&detail=10&detail2=6149&flv=1&bereich=&marke=
   [8]  http://www.reichelt.de/Klinkenstecker/NFKE-SW-25/3/index.html?;ACTION=3;LA=446;ARTICLE=109575;GROUPID=5170;artnr=NFKE+SW+25;
SID=10TzPrt38AAAIAAAvYHjge08347ef8944a04234f6ec56c70729c1

   [
9]  http://shop.myavr.de/index.php?sp=article.sp.php&artID=200006
   [10] http://www.heise.de/download/teraterm-pro.html
   [11] http://www.arduino.cc/en/Main/Software
   [12]
http://www.aprs-is.net/DPRSCalc.aspx
   [13] http://www.arduino.cc/en/Main/Software
   [14] http://hp.vector.co.jp/authors/VA002416/teraterm.html
   [15] http://www.ddcom24.de/shop/artikel_artikel_21958_name_GPS-Engine-Module-NL-621ETTL-Navilock-industry.html

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