TEXTSIM
E
IN UNIVERSELLER BAUSTEIN ZUR SPEICHERUNG
UND SERIELLEN
AUSSENDUNG BELIEBIGER TEXTFILES UND PROTOKOLLE


letzte Änderung: 18. Mai 2007,
mit neuer Softwareversion V8.0 zum Downloaden.  In der Steuerungsroutine für die Pausenzeiten war ein Bug enthalten. Er führte dazu, dass sich eine Umschaltung auf lange Verzögerungszeiten via Schalter J2 nur EINMAL auswirkte, um dann wieder in den Kurzzeit-Mode zurückzuspringen. Dieser Bug wurde ab der Version 6.0 beseitigt.
NEU in Version 8 ist die Möglichkeit, ausgegebenen Messages einen Up-Counter von 000 bis 999 anzuhängen. Diese Funktion kann durch eine Drahtbrücke zwischen Prozessor-Port 1.2 ( Pin 14 ) und Masse aktiviert werden.

Anwendungen:
kontinuierliche Aussendung beliebiger Textfiles unter Verwendung aller ASCII-Standardzeichen ( Ausnahme:  Tilde bzw. "Schlangenlinie" 0x7E )
kontinuierliche Aussendung beliebiger z.B. NMEA oder APRS-Protokolle für Simulationszwecke

Spezifikationen:
* Vom Anwender durchführbare Texteingabe mit ( bis zum evtl. Überschreiben ) dauerhafter Ablage in EEPROM
* Textlänge max. ca. 250 ASCII-Zeichen
* Eingabe mehrzeiliger ( jeweils mit <ENTER> abgeschlossener ) Texte oder Protokolle möglich
* Vom Anwender festlegbare Ausgabeintervalle ( 0-255 Sekunden in 1 Sec.-Schritten oder  0-2550 Sec. in 10 Sec.-Schritten )

* serieller Daten-Ein und Ausgang ( RS232 ähnlich )
* Vom Anwender wählbare Eingabe- / Ausgabe-Datenraten: 4800bps, 9600bps, 19200bps, 38400bps
* Versorgung: ca. 8-15V, ca 12mA


Abb.1  Schaltbild


Funktionsbeschreibung:
TEXTSIM arbeitet mit einer im
Flash-Speicher des Mikrocontrollers "U1" abgelegten Steuersoftware ( Firmware ). Bei der Programmausführung unterscheiden wir zwischen dem  Konfigurations- und dem Betriebs-Modus. Wird die Schaltanordnung gem. Abb.1 bei geschlossenem Schalter "J1" in Betrieb genommen, so startet sie im Konfigurationsmodus. Er dient der Eingabe und Speicherung eines beliebigen ASCII-Textfiles, sowie der später zwischen zwei Aussendungen liegenden Verzögerungszeit. Um Eingaben durchführen zu können, ist der Baustein mit einem PC zu verbinden und hier ein Terminalprogramm zu starten. Geeignet ist dazu z.B. das zum Umfang von WINDOWS gehörende ( und dort unter "ZUBEHÖR" zu findende  ) Programm "HyperTerminal". Der Baustein TEXTSIM arbeitet mit einer von vier möglichen Datenraten, die gemäß Tabelle 1 via "J3" und "J4" schaltbar sind. Der gewählte Wert gilt sowohl für den Eingabe- bzw. Konfigurations-, als auch für den Ausgabe-Modus.
Nach Inbetriebnahme des Bausteins sollte am PC-Schirm eine Einschaltmeldung erscheinen und dabei zur Eingabe des gewünschten Textfiles aufgefordert werden. Über die Tastatur des PC's können jetzt bis zu 250 ASCII-Zeichen eingegeben werden. Dabei kann es sich auch um mehrzeilige Eingaben handeln, die untereinander jeweils durch Betätigung der ENTER-Taste abzuschliessen sind. Etwas nachteilig ist dabei allerdings, daß hierbei keine direkten Eingabekorrekturen z.B. mit der Backspace-Taste möglich sind, sondern man im Fall eines Tippfehlers die gesamte Eingabeprozedur wiederholen muss. Dazu ist ein Restart des Bausteins durchzuführen.
Nachdem ich davon ausgegangen bin, daß dieses Zeichen in üblichen Texten oder Protokollen so gut wie nicht vorkommt, habe ich die Tilde ( Schlangenlinie bzw. ASCII: 0x7E ) als Gesamtabschlusszeichen nach Tätigung aller Eingaben gewählt. Es wird durch gleichzeitiges Drücken der Tasten "Alt Gr" und "+" generiert. Für Kontrollzwecke werden die im EEPROM gespeicherten Zeichen anschliessend noch einmal ausgelesen und angezeigt.
Zusätzlich zum Text ist auch noch die Eingabe eines dreistelligen Zahlenwertes zwischen 000 und 255 erforderlich. Er legt die zwischen zwei Aussendungen liegende Verzögerungszeit ( in Sekunden ) fest und wird ebenfalls im EEPROM abgelegt. Auf diese Weise sind Werte zwischen 0 und 255 Sekunden ( das entspricht 4 Minuten, 15 Sekunden ) möglich. Durch Schliessen des Schalters "J2" lässt sich bei Bedarf auch eine Verzögerungszeit anwählen, die dem jeweils Zehnfachen des gewählten Wertes entspricht. 
Nach Abschluss der Konfigurationseingaben ist der Schalter "J1" wieder zu öffnen. Auch die PC-Verbindung kann jetzt wieder getrennt werden. Nach Restart des Bausteins, wird er
den vorher abgelegten Text kontinuierlich über seinen seriellen Ausgang aussenden und hierbei die eingestellten Intervallzeiten verwenden. An die Enden des Gesamttextes werden dabei jeweils automatisch auch die ASCII-Zeichen für  <CR> und <LF> angehängt.

Aufbau:


Abb.2 Musteraufbau des TEXTSIM-Bausteins

Schalterfunktionen J1-J4:

Schalter
"J1"


H Betriebs-Modus

L Konfigurations-Modus




Schalter "J2" Multiplikator
Verzögerungszeit zwischen den einzelnen File-Aussendungen
bezogen auf den konfigurierten Wert

H x 1  0-255 Sekunden in 1 Sec.-Stufen
 
L x 10  0-2550 Sekunden in 10 Sec.-Stufen




Schalter
"J3"
"J4"
Ein- und Ausgabe-Datenrate

H
H
38400 bps

L
H
19200 bps

H
L
9600 bps

L L
4800 bps

Tabelle1: "H" = Schalter offen  "L" = Schalter geschlossen 

Nachbau: 
Alle benötigten Bauteile ( ohne Platine ) sollten für insgesamt ca. 10 Euro erhältlich sein.   

Ein HEX-File der aktuellen Version des im Mikrocontroller "U1" abzulegenden Programmes ( Firmware ) kann hier heruntergeladen werden.
Wer selbst keine Möglichkeit zur uC-Programmierung hat, oder an Spezialbauteilen wie Platine, EEPROM, Quarz, sowie fertig aufgebauten Bausteinen interessiert ist, der kann mir eine E-Mail schicken.