Komfortable Ausgabe von Sprache und Musik mit dem Board:"uMP3"


MP3-Player haben in den letzten Jahren eine starke Verbreitung gefunden und mancher Elektroniker hat vielleicht auch schon einmal den Wunsch gehabt, die einzelnen Wiedergabefunktionen auch nach eigenen Vorstellungen frei steuern zu können. Besonders auch in Verbindung mit z.B. mikrokontrollergesteuerten Robotern würden sich dadurch interessante Anwendungen ergeben. Während aber handelsübliche MP3-Player nicht ohne Weiteres für derartige Anwendungen nutzbar sind, gibt es mit dem Playback Module "uMP3" von Firma Rogue Robotics Corp.  eine Basiseinheit, die auch leicht in eigene Projekte integrierbar ist. Sie eignet sich zur Wiedergabe von Files der Typen: MP3, PCM, WAV, IMA, ADPCM WAV und MP3+V, wobei diese von einer einsteckbaren SD-, oder MMC-Speicherkarte gelesen werden. Zur Sprachwiedergabe ist eine 3.5mm-Stereoklinke zum Anschluss eines ( 16 Ohm- ) Ohrhörers vorhanden und daneben gibt es auch noch Line-Ausgänge, über die bei Bedarf auch ein externer ( Stereo- ) Verstärker adaptierbar ist.
Zur Steuerung des Bausteins gibt es drei verschiedene Methoden:
1. Im Direktmodus können 8 verschiedene MP3-Files ( /B0200.MP3 bis /B0207.MP3 ) durch einfaches Verbinden von Pineingängen mit Masse aufgerufen werden.
2. Im 7 Bit-Parallelmodus können 128 verschiedene MP3-Files ( /N0000.MP3 bis /N0127.MP3 ) binär codiert aufgerufen und mit Hilfe eines zugeführten Triggerpulses ( neg. Flanke ) gestartet werden.
3. Alle Konfigurations- und Betriebsfunktionen können auch im seriellen Modus gesteuert werden. Dabei wird mit Datenraten von 9600bps ( default ) bis 115200bps und TTL-Pegel gearbeitet.
Da sie im zugehörigen Handbuch ausführlich beschrieben sind, wird auf eine Erwähnung der einzelen Befehle an dieser Stelle verzichtet. Deshalb nur soviel:
Um z.B. ein MP3-File mit dem Namen "test.mp3" in einem Unterverzeichnis mit Namen "uvz1" zu starten, ist folgendes Kommando von z.B. einem Mikrokontroller zu senden :
"PC F  /uvz1/test.mp3"<cr>
Die Organisation und Beschreibung der Speicherkarteninhalte erfolgt sinnvollerweise unabhängig vom Board am PC.
http://www.roguerobotics.com/downloads/&dir=/ump3/documentation

Nicht unerwähnt soll bleiben, daß man das "uMP3-Board" auch unabhängig von den Soundfiles benutzen kann, um beliebige Datenfiles auf der Speichekarte abzulegen und wieder aufzurufen. Es beinhaltet damit die Funktionen des "uMMC Serial Data Modules" vom gleichen Hersteller.  
http://www.roguerobotics.com/products/electronics/ummc

mögl. Bezugsquelle ( aus EU ): http://www.lawicel-shop.se/shop/

TESTANORDNUNG FÜR ERSTE VERSUCHE

Für erste Versuche bietet es sich an, das Board mit einem PC zu verbinden und die einzelnen möglichen Steuerfunktionen mithilfe eines Terminalprogrammes auszutesten. Dazu kann z.B. das zum Windows-Umfang gehörende ( und unter ZUBEHÖR zu findende ) Programm  "HyperTerminal" benutzt werden. Nachdem die seriellen Ein- und Ausgänge des Boards nur für Signale mit TTL-Pegel ausgelegt sind, ist eine Pegelanpassung an die mit RS232-Pegeln arbeitenden PC-COM-Ports erforderlich. Aus Gründen der Einfachheit wurde dazu ein für wenige Euro als Bausatz bei http://www.pollin.de erhältliches Platinchen verwendet. .    



Anmerkung: Meine persönlichen Ambitionen gehen dahin, das Board besonders auch zur Ausgabe mehrerer direkt aufeinander folgender kurzer Sprachsegmente zu nutzen. Dabei kann es sich z.B. um zusammengesetzte Ziffernfolgen handeln, die aus vorher eingelesen Spannungs-, Temperaturwerten oder auch Navigationsdaten generiert wurden. Bei diesen Anwendungen ist es erforderlich, daß eine laufende Fileausgabe auch dem angeschlossenen Mikrokontroller signalisiert wird. Dazu stellt der "uMP3" über seinem Ausgang "D" ein Signal bereit, das in diesem Zustand auf H-Pegel geht. Diese Funktion ist vorher einmalig mithilfe des Kommandos: "ST H 1"<cr> zu aktivieren.